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Wetterstation im Fernsehen

 

[12. Juni 2004]

 

120604ADie Wetterstation in Mettingen-Schlickelde beliefert nicht nur die lokalen Zeitungen mit dem aktuellen Wettergeschehen, sondern auch Radio- und Fernsehsender. So z.B. am 12.06.2004, als ein Wolkenbild Andre Hergemöllers in der Aktuellen Stunde des WDR-Fernsehens präsentiert wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

Mini-Sonnenfinsternis über Mettingen

 

[08. Juni 2004]

 

080604AZeugen eines sehr seltenen Naturschauspiels wurden die Mettinger in den Morgen- und Mittagsstunden des 8. Juni. Mit ausreichendem Augenschutz, zum Beispiel durch eine von der Sonnenfinsternis 1999 übrig gebliebene Schutzbrille, konnte man zwischen 07.20 und 13.23 Uhr unseren Nachbarplaneten Venus, dessen Umlaufbahn zu diesem Zeitpunkt genau zwischen Sonne und Erde verlief, als kleinen schwarzen Punkt über die Sonnenscheibe wandern sehen. Diese exakte Aufreihung von Sonne, Venus und Erde gab es zuletzt vor 122 Jahren, so dass es heute wohl kaum einen lebenden Menschen auf der Erde geben dürfte, der ein solches Ereignis bisher live miterleben konnte.

 

Wer das kosmische Schauspiel dagegen verpasst haben sollte, wird bei uns (5. Juni 2012 in Europa nicht sichtbar) erst in 121 Jahren, genauer gesagt am 8. Dezember 2125, die nächste Gelegenheit zur Beobachtung eines Venustransits bekommen. Während in diesem Jahr die Wetterbedingungen zur Beobachtung ideal waren, sieht es nach jetzigem Stand der Wettermodelle für den 8. Dezember 2125 allerdings eher nach bedecktem Himmel und Dauerschneefall aus!

 

 


 

 

Tornado zieht knapp an Recke vorbei

 

[04. Juni 2004]

 

040604DGroßes Glück hatten am Freitagabend (04. Juni) die Bewohner am östlichen Ortsrand der Mettinger Nachbargemeinde Recke. Während eines kleinräumigen aber sehr intensiven Gewitters, welches von Nordwest nach Südost an der äußersten Grenze des Kreises Steinfurt entlangzog und nachfolgend in Osnabrück für Hagelschlag und 17,6 Liter pro Quadratmeter in nur einer Stunde sorgte, bildeten sich in der Umgebung des "Recker Moores" für nur wenige Minuten heftige und "rotierende Sturmböen", bei denen es sich nach derzeitigem Kenntnisstand vermutlich um einen kleinen Tornado gehandelt haben dürfte. Näheres und ausführlicher hier.

 

Etwa 1,8 Kilometer östlich des Recker Ortsrandes, direkt an der Straße "Am Wall", riss diese Kleintrombe auf ihrem Weg vier riesige Eichen (Durchmesser etwa 60 bis 70 cm) mitsamt ihrer gewaltigen Wurzelballen komplett um und löste sich nachfolgend wieder auf.

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Nur durch einen großen Zufall konnte der Autor dieser Zeilen am besagten Freitagabend um 17.40 Uhr von der Wetterstation in Mettingen-Schlickelde aus (exakt 3 km südlich der umgerissenen Eichen) noch die nach Osten bis Südosten abziehenden Reste des Wirbelsturms beobachten und leider erst nach weiterer Auflösung des Wolkenschlauchs um exakt 17.42 Uhr mit Blickrichtung Norden noch die abgebildeten Fotos machen. Vor allem in dem querformatigen Bild (links) sind noch schwach die Konturen eines recht dichten Wolkenschlauches zu erkennen.

 

 

Da in den wenigen Sekunden vor der endgültigen Auflösung der Wolkenformationen für eine sorgfältige Einstellung der Kamera keine Zeit mehr blieb, sind die beiden Bilder für eine deutlichere Darstellung nachträglich etwas abgedunkelt und kontrastverstärkt worden. Nach jetzigem Stand hat die Trombe bis auf 040604a02die umgerissenen Eichen keine weiteren Schäden angerichtet, obwohl das nächste Wohnhaus nur etwa 180 m entfernt lag!

 

Auf dem nebenstehenden Radarbild von "Wetteronline.de", welches den Freitagabend um 17.45 Uhr zeigt und die Intensität der Niederschlagsgebiete wiedergibt (hellblau (leicht) bis lila (sehr stark)), sieht man sehr schön, wie die Gewitterzelle (lila) von Nordwest nach Südost an der nördlichsten Grenze des Kreises Steinfurt entlangzog und um genau 17.45 Uhr (zur Zeit der Tornadobeobachtung) ihre größte Intensität (lila) erreichte. Das Unwetter bewegte sich danach weiter in Richtung Osnabrück und sorgte dort für die oben genannten Beobachtungen.

 

Durch Anklicken des Radarbildes können Sie eine zugehörige Animation öffnen (Einzelbilder im Viertel- bzw. Halbstundentakt zwischen 16.30 und 18.00 Uhr).

 

 

040604bDa der Tornado nur drei Kilometer nördlich der "Wetterstation Mettingen-Schickelde" vorbeizog, hinterließ er bzw. auch das zugehörige Gewitter zum Zeitpunkt der Wirbelbildung sogar einen sichtbaren "Knick" in der Messwertkurve des sehr empfindlichen Luftdruckmessgerätes der Station, wie man sehr schön im Diagramm unten (zur Vergrößerung anklicken) sehen kann. Obwohl die Einflüsse des Gewitters insgesamt auf den Luftdruck sicherlich wesentlich größer einzuschätzen sind, ist wegen der exakten zeitlichen Übereinstimmung zwischen Datenknick und Tornadobildung ein Zusammenhang nicht auszuschließen. Neben dem Luftdruck ist im Diagramm auch noch die Messwertkurve der Umgebungshelligkeit aufgetragen, die bei der Annäherung der dunklen Gewitterzelle plötzlich deutlich abstürzt.

 

Sämtliche Beobachtungen, Daten und Fotos der Wetterstation wurden am 07. Juni sowohl an die örtliche Presse als auch an den Wetterdienst "Meteomedia" (Jörg Kachelmann) und den Unwetterwarn- und -analysedienst "Skywarn Niedersachsen" weitergeleitet. Auf der Internetseite von "Skywarn Niedersachsen" (www.skywarn-niedersachsen.de) finden Sie auch ausführliche Infos über sämtliche Tornado- und Unwetterereignisse der letzten Jahre und Jahrzehnte in unserer Region.

 

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Falls sich in der nächsten Zeit nach dieser frühen Analyse noch weitere neue Erkenntnisse ergeben sollten, werden Sie an dieser Stelle selbstverständlich darüber informiert. Sollte andererseits ein Leser der Homepage noch weitere Angaben zum "Recker Tornado" machen können, würde ich mich über eine Kontaktaufnahme per Email sehr freuen!

 

Zahlreiche weitere Informationen zum Tornado von Recke finden Sie auch unter “Tornados” und “Recke” hier auf der Webseite.

 

 


 

 

Sommer 2004 hat begonnen

 

[2. Juni 2004]

 

01060402Nach einem zweigeteilten Pfingstfest mit dem ersten diesjährigen Sommertag (25,0°C) am Pfingstsonntag und einem eher wolkenverhangenen Pfingsmontag wurde am gestrigen 1. Juni (meteorologischer Sommeranfang) mit einem prächtigen Sonnenuntergang auch an der Wetterstation Mettingen-Schlickelde der Sommer 2004 festlich eingeläutet. Nachdem sich tagsüber bei typisch sommerlicher, kräftiger Quellbewölkung und noch etwas gedämpften Temperaturen bis 21,2°C tatsächlich schon etwas "Summerfeeling" bemerkbar gemacht hatte, servierte uns Mutter Natur in den Abendstunden dann dieses farbenprächtige Himmels- Kunstwerk.

 

Noch um einiges sommerlicher präsentierte sich der 1. Juni dagegen im letzten Jahr, mit einem wolkenlosen bis leicht bewölkten Himmel und bis zu 28°C am Nachmittag. Was damals folgte, waren 12 Wochen Sommerspektakel, die in den Jahrhunderte alten Klimaarchiven der europäischen Wetterdienste ihresgleichen vergeblich suchen.

 

 


 

 

31,1 Liter Regen in 36 Stunden

 

[07. Mai 2004]

 

Recht hohe Niederschlagsmengen bescherte uns in der vergangenen Woche ein intensives Niederschlagsgebiet.

Von Donnerstag (06. Mai) um 12 Uhr MEZ bis um 0 Uhr MEZ in der Nacht von Freitag auf Samstag fielen in Mettingen-Schlickelde in 36 Stunden insgesamt 31,1 Liter Regen pro Quadratmeter, wobei die größte Niederschlagsintensität mit 2,9 Liter/m² zwischen 16 und 17 Uhr MEZ am Nachmittag des 07. Mai erreicht wurde. Begleitet wurde der ergiebige Dauerregen von einer tiefherbstlichen Stimmung, die am 07.05. lediglich eine Höchsttemperatur von 9,6°C erlaubte und die relative Luftfeuchte fast durchgehend oberhalb von 95 % hielt.

 

Aber keine Sorge: Der nächste Sommer kommt bestimmt!

 

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1. Mai in Mettingen: Glück gehabt

 

[2. Mai 2004]

 

Meteorologisches Glück hatten am 1. Mai alle Maiwanderer bzw. -fahrer, die sich auf ihren abenteuerlichen Exkursionen nicht allzuweit vonMaik Mettingen entfernt hatten. Während vor allem nur ganz knapp südlich von uns und in Teilen Niedersachsens teils heftige Unwetter niedergingen, blieb das Tüöttendorf fast wie durch eine unsichtbare Mauer gegen alle Naturgewalten abgeschirmt und konnte bei herrlichen Temperaturen von bis zu 18,7°C trockenen Bollerwagens den Tag genießen.

 

Da wir immer wieder unter den Rand der mächtigen Gewitter- und Schauerzellen eintauchten, schien allerdings mit Ausnahme des frühen Morgens nur zeitweise die Sonne. Was sich dajedoch teils nur einige Kilometer um uns herum abspielteRadar010504, war schon sehr beeindruckend. So versanken im Münsterland ganze Bauerschaften bei Dülmen in knietiefen Wasserfluten, nachdem laut Radarschätzung in kurzer Zeit etwa 70 Liter pro Quadratmeter vom Himmel gestürzt waren. Ähnliche Meldungen über Hagelschlag und Überflutungen wurden auch aus Niedersachsen bekannt.

 

Das besonders Verhängnisvolle an den gestrigen Unwettern war die äußerst geringe Zuggeschwindigkeit der Schauer- und Gewitterzellen, die sich damit teils stundenlang immer über demselben Gebiet entleeren konnten und so für die hohen Messwerte sorgten. Erst gegen 1 Uhr in der folgenden Nacht setzte dann auch in Mettingen Regen ein, der bei ganz schwacher Intensität und nur kurzer Dauer aber kaum 0,1 mm zusammenbrachte.

 

 


 

 

Neuer Windgeschwindigkeits-Geber: Testbetrieb hat begonnen

 

[24. April 2004]

 

Am 23. April ist an der Wetterstation Mettingen-Schlickelde die Erprobungsphase eines nagelneuen Windgeschwindigkeitsgebers angelaufen, der in naher Zukunft mit dem Beginn präziser Windmessungen und -aufzeichnungen ein ganz neues Kapitel an der Station einläuten wird. Eine wirklich exakte Angabe der herrschenden Windgeschwindigkeiten in Schlickelde war bisher nicht möglich.

 

Der extrem trägheitsarme und kugelgelagerte Leichtmetall-Schalenstern des Anemometers erlaubt durch seine berührungsfreie, opto-elektronische Drehzahlabtastung einen nahezu reibungsfreien Lauf und einen Windgeber02besonders niedrigen Anlaufwert von etwa 0,3 m/s. Bei einer Messgenauigkeit von +/- 0,3 m/s erstreckt sich der Messbereich bis zu einem Maximalwert von 50 m/s, was einer Windgeschwindigkeit von 180 Kilometern pro Stunde entspricht. Die einwandfreie Funktion des Messgerätes ist bis zu einer Maximalbelastung von 60 m/s (216 km/h) garantiert. Ein spezielles Öl, sowie eine vollautomatisch geregelte Beheizung der Kugellager und aller äußeren Rotationsteile erlauben auch im Winter einen einwandfreien Messbetrieb bei extremen Temperaturen bis zu -35°C.

 

Der Windgeschwindigkeitsgeber entspricht internationalen Standards und Richtlinien für präzise Messungen und wird unter anderem an den Klima- und Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sowie auch vom privaten Wetterdienst "Meteomedia" des bekannten TV-Meteorologen Jörg Kachelmann eingesetzt. Vertreiber des Messgerätes, sowie auch fast aller anderen Instrumente der Wetterstation Mettingen-Schlickelde, ist die Göttinger Firma "Thies Clima" (www.thiesclima.com), einem der führenden Hersteller meteorologischer Präzisionsmessgeräte in Deutschland und weltweit.

 

Bis zur Errichtung eines den Richtlinien entsprechenden Windmasten in den nächsten Monaten, ist zur Zeit nur ein provisorischer Testbetrieb des Windmessers in 2 Metern Höhe am Stationsmast möglich. Sämtliche Informationen über den weiteren Aufbau der Windmessanlage erhalten Sie wie immer aktuell hier!

 

 


 

 

Sturmtief "Oralie" braust über Mettingen hinweg

 

[21. März 2004]

 

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 104 km/h (orkanartiger Sturm, Windstärke 11) im Kreis Steinfurt ist in der vergangenen Nacht Sturmtief "Oralie" über Norddeutschland hinweggerast. Während bis Redaktionsschluss aus Mettingen und Schlickelde keine größeren Schäden bekannt wurden, sah dies in anderen Teilen des Kreises Steinfurt örtlich ganz anders aus.

 

oralie01In Tecklenburg-Brochterbeck machte sich beispielsweise ein ganzes Baustellenklo auf die Reise durch eine Neubausiedlung. Wie Hobbymeteorologin Jana Tetenborg der Wetterstation Mettingen-Schlickelde mitteilte, lagen in Steinfurt-Borghorst bereits am gestrigen Abend große Äste und Dachziegel auf den Straßen, ganze Bäume wurden entwurzelt und Gartenmöbel erkundeten selbstständig die Nachbarschaft. Noch schlimmer sah es dagegen in anderen Regionen Norddeutschlands aus. In Coesfeld wurde eine 23jährige Autofahrerin durch die Auswirkungen des Sturms schwer verletzt und vielerorts musste die Feuerwehr zu unzähligen Einsätzen wegen abgedeckter Dächer, enwurzelter Bäume oder eingestürzter Baugerüste ausrücken.

 

Auch die Wetterstation Mettingen-Schlickelde blieb von den Launen der Natur nicht ganz verschont (siehe Foto). Zur Zeit laufen Planungen, die Schlickelder Station in den nächsten Monaten ebenfalls in das Windmessnetz einzugliedern und eine entsprechende Messanlage nach den Richtlinien des "Deutschen Wetterdienstes" zu errichten. Neueste Informationen dazu erhalten Sie selbstverständlich hier auf der Webseite.

 

Falls Sie selbst Opfer von Sturmschäden geworden sind oder andere besondere Beobachtungen zum Sturm gemacht haben, können Sie diese per Email an uns schicken. Selbstverständlich gilt dies auch jederzeit für andere meteorologische Beobachtungen, wie z.B. eigene Messwerte (Temperatur, Niederschlag usw.), phänologische Beobachtungen (z.B. Beginn der Apfelblüte, erste Schwalbensichtungen usw.) oder Berichte über besonders intensive Unwetterereignisse. Alle Meldungen und Erzählungen, die in irgendeiner Weise mit dem Wetter verbunden sind, sind herzlich willkommen und werden vielleicht anschließend hier auf der Webseite veröffentlicht.

 

Windgeschwindigkeiten von Sturmtief "Oralie" im Kreis Steinfurt und Umgebung:

 

Flughafen Münster/Osnabrück          104 km/h
Osnabrück                                        90 km/h
Rheine-Bentlage                                90 km/h
Lingen                                               90 km/h
Bocholt                                              83 km/h

 

 


 

 

Eintagsfrühling in Mettingen-Schlickelde: 21,6°C

 

[18. März 2004]

 

Unglaublich aber wahr: Nur 17 Tage nach tiefsten Winterimpressionen nun Frühlingsgefühle im Tüöttendorf! Den ersten richtig deutlich spürbaren Frühlingstag des Jahres bescherte uns gestern die erfolgreiche Zusammenarbeit von Tief "Linnea" und Hoch "Jörg", die zwischen sich mit einer südwestlichen Strömung warme Frühlingsluft aus Richtung Frankreich heranschaufelten. Mit einer ungewöhnlich hohen Tageshöchsttemperatur von 21,6°C wurde an der "Wetterstation Mettingen-Schlickelde" sogar ein neuer Temperaturrekord für die zweite März-Dekade aufgestellt. Nie zuvor war seit Aufzeichnungsbeginn der Tageshöchsttemperaturen im Jahre 1992 zwischen dem 11. und 20. März (2. Monatsdekade) ein so hoher Temperaturwert gemessen worden. Der alte Rekord hatte bisher bei 19,9°C gelegen und war am 13. März 1999 registriert worden. Nicht ganz gereicht hat es allerdings für einen absoluten Märzrekord. Am 30. März 1998 schaffte es die Quecksilbersäule mit einem Höchstwert von sage und schreibe 23,9°C, den gestrigen Messwert nochmals um über 2 Grad zu toppen. Somit reiht sich der 17.03.2004 immerhin als zweitwärmster Märztag seit mindestens 12 Jahren in die Statistik ein!

 

Dabei begann er mit einer morgendlichen Tiefsttemperatur von nur 3,3°C in Fußhöhe (5cm) zunächst einmal garnicht so frühlingshaft. Die schon recht kräftige Märzsonne, die auch von ganz wenigen kleinen Altocumulusfeldern zwischen 13 und 14 Uhr nicht gebremst werden konnte, sorgte allerdings sehr bald für einen kräftigen Temperaturanstieg und bereits um 09.47 Uhr wurde die 15°C-Frühlingsmauer durchbrochen. Den gesamten Temperaturverlauf über den Tag können Sie in Halbstundenschritten im abgebildeten Diagramm nachvollziehen. Aufgetragen sind hier die beiden Temperaturkurven der künstlich ventilierten Meßstelle in 2 Metern Höhe (dicke Linie) und der Lufttemperatur in nur 5 Zentimetern Höhe über dem unbewachsenen Bodenmessfeld (dünne Linie). Sehr schön sieht man hier die deutlich tieferen Temperaturen in 5cm Höhe am Morgen und Abend einerseits (Ansammlung der schwereren Kaltluft am Boden bei Windstille und langwellige Ausstrahlung der Erdoberfläche) sowie die wesentlich stärkere Aufheizung der Luft über der Erdoberfläche mittags und nachmittags.

 

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Leider wird uns nach diesem Traumtag, der in der Kölner Innenstadt mit unglaublichen 24,8°C sogar fast zum Sommertag (mindestens 25,0°C) befördert worden wäre, in den nächsten Tagen allmählich wieder die meteorologische Normalität einholen. Schon in der Nacht auf den 18.03. fiel die Temperatur um über 20 Grad auf nur noch 1,5°C in den frühen Morgenstunden ab! Schaut man sich einmal den Höchsttemperaturverlauf für einen "normalen" Märzmonat (Mittelwerte der Jahre 1992 bis 2003) in Mettingen-Schlickelde an (siehe Diagramm), muss man feststellen, dass normalerweise in diesen Tagen Höchstwerte zwischen etwa 9°C und 11°C vorherrschen sollten, also mehr als 10 Grad niedriger als das, was wir am 17.03. erleben konnten. Erst zum Monatsende, etwa ab dem 27. März, verspricht uns die Statistik ein deutliches Ansteigen der Temperaturen. Bleibt abzuwarten, ob sich Petrus auch in diesem Jahr an diese Vorgabe halten wird.

 

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Nach stundenlangen Schneefällen: 10cm Winter in Schlickelde!

 

[28. / 29. Februar 2004]

 

290204CRelativ spät aber immerhin: Zwei Tage vor dem meteorologischen Frühlingsbeginn kam er dann doch noch so richtig zu uns nach Schlickelde: Der Winter!

 

Nach zwei bis drei Zentimetern Neuschnee in den Abendstunden des 27. Februar und stundenlangen, teils kräftigen Schneefällen am frühen Morgen des nächsten Tages zwischen 5 und 9 Uhr, erwartete die Schlickelder beim morgendlichen, ungläubigen Blick aus dem Fenster eine Winterlandschaft, wie es sie hierzulande seit drei Jahren nicht mehr gegeben hatte. Neun bis zehn Zentimeter (gemessen um 9 Uhr) strahlendweißer, amtlich geprüfter "Schneemassen" hatten sich luftig-leicht auf das Mettinger Land niedergelassen. Noch mehr Schnee hatte es hier das letzte Mal am 4. Februar 2001 gegeben, als das Zentimetermaß nachmittags um 16 Uhr sogar 14 Teilstriche tief in der weißen Pracht versunken war.

 

Zwar setzte am Mittag und Nachmittag bei Temperaturen von bis zu +3,5°C bereits wieder Tauwetter ein, doch der Großteil des Schnees hielt tapfer bis um 17 Uhr durch, als die Temperaturen allmählich wieder in den Frostbereich rutschten. Durch die recht feuchte Luft und die deutliche Abkühlung in den Abendstunden, bildete sich dann teils dichter Nebel.

 

Was folgte, war die bisher kälteste Nacht dieses Winters! In der Nacht vom 28. auf den 29. Februar sank die 2 Meter-Lufttemperatur an der Wetterstation Mettingen-Schlickelde bis auf -9,7°C ab. Wenige Zentimeter über der Schneedecke registrierten die Messgeräte um 07.26 Uhr sogar -11,2°C.

In den nächsten Tagen wird es nun ganz zögerlich milder und Mitte der kommenden Woche sind tagsüber dann wieder Höchsttemperaturen bis 7°C möglich! Das Ende des Winters?

 

 


 

 

Schulklasse besichtigt Wetterstation

 

[11. Februar 2004]

 

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Zu Gast an der Wetterstation Mettingen-Schlickelde waren am Dienstagmorgen (10. Februar) die Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse der Schlickelder Marien-Grundschule zusammen mit ihrer Lehrerin Frau Kerssen. Nachdem sie im Unterricht bereits die Zusammenhänge von Wetter und Klima kennengelernt hatten, machten sich die Nachwuchs-Meteorologen nach der zweiten Schulstunde zu Fuß auf den Weg zur Wetterstation am "Nagelmanns-Moor" und durften einmal hautnah miterleben, was man beim Messen von Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Niederschlag beachten muss, wie die entsprechenden Geräte funktionieren und aufgebaut sind und woher die Wetterinformationen stammen, die viele sonst nur aus dem Wetterbericht im Fernsehen kennen.

 

Was haben asiatische Frauenhaare mit der Messung der Luftfeuchtigkeit zu tun, wie misst eine Wippe im Regenmesser die Niederschlagsmenge und was ist eigentlich eine Wetterhütte? Nur einige der vielen Fragen, die an diesem Morgen beantwortet wurden. Neben dem Kennenlernen der einzelnen Messgeräte und dem selbstständigen Ermitteln der aktuellen Niederschlagsmenge, erfuhren die Viertklässler aber auch, was nach dem Messen mit den Daten passiert und wie diese später am Computer in anschauliche Diagramme und Grafiken umgewandelt und ausgewertet werden.

 

Kurz bevor sich die 20köpfige Klasse dann wieder auf den Rückweg zur Schule machte, wurden über die METEOSAT-Empfangsanlage sicherheitshalber nochmal die aktuellen Satellitenbilder der heranrollenden Schnee- und Regenwolken analysiert und nach einem abschließenden Gruppenfoto vor der Wetterstation kehrten die Schülerinnen und Schüler nach einer ungewöhnlichen Unterrichtsstunde rechtzeitig und vor allem trockenen Fußes wieder zur Schule zurück. Und wer weiß:

Vielleicht sehen wir den einen oder anderen ja in vielen Jahren

als Nachfolger von Jörg Kachelmann an der Fernsehwetterkarte

wieder.

 

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Erster Frühlingstag 2004: 15,5°C

 

[04. Februar 2004]

 

Fast sieben Wochen vor dem kalendarischen Frühlingsbeginn (20. März) wurden in Mettingen erstmals in diesem Jahr Frühlingstemperaturen über 15,0°C gemessen. Am 03. Februar registrierte die "Wetterstation Mettingen-Schlickelde" um 14.25 Uhr eine Tageshöchsttemperatur von 15,5°C. Damit wurde die meteorologisch definierte Frühlingsgrenze von 15,0°C um immerhin 0,5 Kelvin überschritten. Ungewöhnlich mild zeigte sich dann auch die folgende Nacht auf den 04. Februar. Um 22 Uhr abends zeigten die Schlickelder Messgeräte noch immer 14,1°C an, selbst um 5 Uhr am anderen Morgen war die Lufttemperatur in 2 Metern Höhe noch immer nicht unter 13,3°C gesunken. Konsequenz: Beginnende Schneeglöckchenblüte in einigen Schlickelder Gärten (letztes Jahr am 6. Februar).

 

Die Besonderheit dieser Messwerte wird erst dann richtig deutlich, wenn man sich einmal vergleichbare Zahlenwerte aus dem Rekordsommer 2003 anschaut. So war es am Morgen des 5. August 2003, mitten in der beginnenden Hitzewelle, die nur sieben Tage später Rekordwerte von bis zu 38°C nach Mettingen brachte, um 5 Uhr mit 13,1°C sogar um 0,2 K kälter als zur selben Uhrzeit jetzt am 04. Februar! Nur 11 Stunden später wurde damals eine Höchsttemperatur von fast 31°C erreicht!

 

Von Jahr zu Jahr stark variierende Februarwerte sind allerdings völlig normal. Die Schwankungsbreite lag dabei in Mettingen-Schlickelde in den letzten 14 Jahren zwischen -20°C, die in den Morgenstunden des 9. Februar 1996 gemessen wurden und sehr ungewöhnlichen T-Shirt tauglichen 17,7°C in den Nachmittagsstunden des 2. Februar 2002. Im langjährigen Mittel werden allerdings in den ersten zwei Februarwochen meist die tiefsten Temperaturen des Jahres gemessen.

 

Auch in den nächsten Tagen wird es vorerst noch sehr mild bleiben, bevor uns am Wochenende der nächste Kaltlufteinbruch heimsucht. (Stand 03.02.2004)

 


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