Blitzeinschlag zerstörte Eiche
[28. Juli / 02. August 2005]
Als Folge eines Blitzeinschlages in den späten Abendstunden des 28. Juli und den damit einhergehenden Schäden, musste am 29. Juli eine einzeln stehende Eiche direkt an der Schlickelder Wöstenstraße (gegenüber vom Hof Tenberg) gefällt werden.
Wie Zeitmessungen und genauere Auswertungen des Beobachtungsmaterials der Wetterstation Mettingen-Schlickelde ergaben, fand am 28.07. während durchziehender, teils kräftiger Gewitter exakt um 23.33 Uhr etwa 500 bis 800 Meter südsüdwestlich der Station ein Blitzeinschlag statt, der selbst an der Station noch als heftiger Knall wahrgenommen wurde und von dort aus auch teilweise auf Video dokumentiert werden konnte. Mit größter Wahrscheinlichkeit war es genau dieser Blitz um Punkt 23.33 Uhr, der die besagte Eiche traf.
Über 2,1 Milliarden Liter Regenwasser in 18 Stunden
[01. August 2005]
Nicht Bindfäden sondern eher Stahlseile regnete es am 29. und 30. Juli während mehrerer, kräftiger Gewitter auf das Tüöttendorf herab. Sage und schreibe 52,2 Liter Regenwasser gingen zwischen 16 Uhr am 29. und 10 Uhr am 30. Juli innerhalb von nur 18 Stunden auf den Schlickelder Durchschnittsquadratmeter nieder. Durchschnittlich hochgerechnet auf das gesamte Mettinger Gemeindegebiet (40,61 Quadratkilometer) entspricht dies einer atemberaubenden Menge von 2,1 Milliarden Litern. Eine Wassermenge, mit der man das Mettinger Regenrückhaltebecken bequem 210 mal hätte füllen können. Zu beachten ist jedoch, dass die Niederschlagsmengen im Bereich des Mettinger Ortskerns, wegen der größeren Nähe zum Intensitätszentrum der Gewitterzelle, vermutlich noch deutlich höher gewesen sein dürften als die hier zugrunde gelegten Daten an der Meßstelle in Schlickelde!
Eine erste, heftige Gewitterzelle suchte mit ihrem Zentrum bereits in den Nachmittagsstunden des 29.07. die Nachbarstadt Ibbenbüren mit erheblichen Überflutungen heim und streifte mit einer Niederschlagsmenge von immerhin noch 19,6 Litern pro m² zwischen 16.30 und 17.50 Uhr am Rande auch noch das Tüöttendorf.
Während vielerorts nachfolgend weitere Starkregenfälle niedergingen, kehrte in Mettingen zunächst für viele Stunden wieder schwülwarm gespannte Ruhe ein.
Erst in der Nacht auf den 30.07. gelangten wir nach Mitternacht dann allmählich genau in die Zugbahn gewaltiger Unwetterkomplexe, die sich mit mehreren hundert Kilometern Durchmesser tagsüber über Frankreich und Südwestdeutschland gebildet hatten und nun Richtung Nordosten zogen. Nach zunächst nur unbedeutenden, leichten Regenfällen setzte um etwa 03.15 Uhr in den frühen Morgenstunden, begleitet von starken Windböen, heftiger Starkregen ein, dessen hohe Intensität ungewöhnlich lange anhielt.
Allein in den zwanzig Minuten zwischen 03.18 und 03.38 Uhr registrierten die Schlickelder Messgeräte eine Niederschlagsmenge von 19,4 Litern pro m², mit einem Intensitätsmaximum von 1,9 Litern pro Minute um 03.26 Uhr. Das entspricht einer unglaublichen Regenrate von immerhin 114 Litern pro Stunde!
Nach 03.30 Uhr ließ die Stärke der Regenfälle, die von Gewitteraktivität besonders im Westen und Nordwesten begleitet wurden, jedoch rasch nach, hielten auf sehr schwachem Niveau jedoch noch bis 05.15 Uhr in den frühen Morgenstunden an.
Es war mit 52,2 Litern/m² die zweithöchste 24 Stunden-Niederschlagsmenge, die in Mettingen-Schlickelde in den letzten zehn Jahren (Aufzeichnungsbeginn: Januar 1995) registriert worden war, auch wenn Vergleiche mit früheren Messungen wegen der diesmaligen Aufspaltung der Menge auf zwei verschiedene Tage (29. und 30.07.) etwas schwierig sind.
Ebenso schwierig sind nun in der Phase der sogenannten "Hundstage" auch Vorhersagen zum weiteren Verlauf des Sommers 2005. Denn: "Hundstage hell und klar, deuten auf ein gutes Jahr. Doch werden Regen sie bereiten, kommen nicht die besten Zeiten."
Das nachfolgend abgebildete Diagramm informiert Sie schließlich noch über den zeitlichen Niederschlagsverlauf an der Wetterstation Mettingen-Schlickelde. Angegeben sind hier die einzelnen Stundensummen.
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