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Frohe Weihnachten!

[23. Dezember 2007, 21.30 Uhr]

25122006An dieser Stelle wünsche ich allen Lesern da draußen ein wunderschönes, möglichst ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest, auch wenn es leider für "Weiße Weihnachten" in Schlickelde dieses Mal wieder nicht gereicht hat.

Doch wann fand eigentlich die letzte Bescherung im Schnee statt? Wie oft gab es dieses besondere Ereignis in den letzten 12 Jahren in Schlickelde und wie sah das Weihnachtsfest doch gleich noch im vergangenen Jahr aus? Als kleines Geschenk an alle treuen Leser finden Sie diese und viele weitere Informationen zum Weihnachts- und Jahreswechselwetter in den vergangenen Jahren hier in einer detaillierten Übersicht. Viel Spaß beim Stöbern. Foto: 1. Weihnachtstag 2006: Bedeckt, trüb und unwinterlich.



 

Die kälteste Nacht des Jahres

[22. Dezember 2007, 11.45 Uhr]

Frost2Nur zehn Tage vor Silvester beschert uns das auslaufende Jahr nochmals einen neuen Rekord: Mit einem morgendlichen Tiefstwert von -8,0°Cum 08.08 Uhr war die vergangene Nacht die kälteste Nacht des gesamten Jahres 2007. Zwar wurde mit dem bisherigen Rekordhalter, dem 23. Januar, damit lediglich gleichgezogen. Um einiges eisiger als am 23. Januar wurde es dagegen jedoch in Bodennähe. Hier lagen die absoluten Minima heute morgen bei knackigen -10,2°C (23.01.: -9,5°C) in 5 Zentimetern Höhe über unbewachsenem Boden bzw. sogar -12,3°C (23.01.: -10,7°C) in identischer Höhe über der Rasenfläche des Schlickelder Messfeldes.

In den kommenden Tagen wird es nun voraussichtlich milder und auch wolkiger. Niederschläge sind jedoch vorerst kaum zu erwarten.

 



                               

Örtlich Industrieschnee im Kreis Steinfurt

[21. Dezember 2007, 17.00 Uhr]

ReifWeiße Weihnachten 2007... im ganzen Kreis Steinfurt Fehlanzeige. Im ganzen Kreis Steinfurt? Nein! Für einen schmalen Streifen zwischen Rheine und Hörstel, und hier besonders den Ortsbereich Rodde, gilt dies seit vorgestern nicht mehr. Regional sehr eng begrenzt fielen hier seit Mittwoch örtlich bis zu zehn Zentimeter Schnee aus der trüben Hochnebelsuppe. Die wahrscheinliche Ursache für das lokale Phänomen: Industrieschnee, verursacht von zusätzlichen Feuchte- und Aerosolanreicherungen in der unteren Atmosphäre durch das Steinkohlekraftwerk Ibbenbüren, dessen Dampffahnen durch den Ost- bis Nordostwind in den vergangenen Tagen in diese Richtung gedrückt wurden. Jedenfalls ist dies eine mögliche Erklärung für die weiße Bescherung, der sich heute morgen gleich mehrere Lokalzeitungen widmeten.

IndustrieschneeAuch im hochauflösenden NOAA-Satellitenbild vom heutigen Mittag (Quelle: http://saturn.unibe.ch/rsbern/noaa ) ist das "Rodder Schneefeld" knapp südlich der abziehenden Hochnebeldecke über Norddeutschland als kleiner weißer Fleck zu erkennen (roter Kreis). Außerdem auffällig: Ganz schwach grün schimmernde Regionen, die sich beim genauen Hinsehen vom Grau des Umlandes abheben. Es handelt sich hierbei um höher gelegene Mittelgebirgslagen, die mit Spitzentemperaturen von bis zu 10°C (Braunlage im Harz) bei der derzeitigen Inversionswetterlage als Wärmeinseln aus dem mit Reif überzogenen (und daher grau erscheinenden) "Dauerfrost-Meer" herausragen. Auch einige weitere Industrieschnee-Felder, beispielsweise im Ruhrgebiet, sind zu erkennen.

Ob sich der Rodder Schnee allerdings bis Weihnachten halten wird, bleibt abzuwarten. Schon morgen wird er bei bis zu +4 bis 5°C auf eine harte Probe gestellt.

 



                                

November 2007: Wärmer, nasser, weniger Sonne als Durchschnitt

[14. Dezember 2007, 18.10 Uhr]

Mit etwas Verspätung möchten wir heute nochmals kurz den vergangenen, letzten Herbstmonat des Jahres bilanzieren. Die Monatsmitteltemperatur des November 2007 wurde an der Wetterstation Mettingen-Schlickelde mit 6,0°C ermittelt und lag somit um 0,7 Grad über dem vieljährigen, regionalen WMO-Referenzwert der Normalperiode 1961-1990 (Flugwetterwarte Münster/Osnabrück). Die absolute Temperaturspitze wurde mit 14,0°C am 02.11., das absolute Minimum mit -3,2°C (bis zu -8,9°C am Erdboden!) am 15. November registriert. Insgesamt gab es nur eine Luft- aber immerhin 8 Bodenfrostnächte.

Desweiteren ergab sich auf dem Messfeld am Nagelmanns-Moor ein Niederschlagsüberschuss von +23 Prozent bei einer Monatssumme von 90,4 Litern pro Quadratmeter (Westerkappeln 1961-1990: 73,5 L/m²). Am nassesten gestaltete sich dabei mit einer Regensumme von 24,3 Litern der 12.11., während lediglich 5 Novembertage vollständig trocken blieben. Die maximale Niederschlagsintensität wurde mit 0,9 mm pro Minute zwischen 21.04 und 21.05 Uhr am 08.11. erreicht.

Wie die Auswertungen an den Schlickelder Nachbarstationen außerdem ergaben, bekamen wir im vergangenen Monat mit einer Summe von 34,0 Stunden nur magere 60,5 Prozent der normalerweise üblichen Sonnenscheindauer von 56,2 Stunden ab (Flugwetterwarte Münster/Osnabrück 1961-1990). Die weiteren Novemberdaten aus Schlickelde: Monatsmittel Luftdruck 1016,9 hPa (+2,7 hPa), Monatsmittel Relative Luftfeuchte 86,8 % (+1,3 %), Monatsmittel Windgeschwindigkeit 10,7 km/h.

                                                          



                                                                             

”Bernhilde” macht Druck

[13. Dezember 2007, 22.00 Uhr]

Wer zuhause ein Barometer besitzt, wird in diesen Tagen, auch bei uns in Schlickelde, wohl ziemlich verblüfft auf dessen außergewöhnlichen Zeigerstand blicken. Doch, daran ändert auch alles Klopfen nichts: Die Anzeige stimmt! Jedenfalls dann, wenn Sie es vor nicht allzu langer Zeit einmal exakt eingestellt haben. Mit einem Tagesmaximum von 1043,0 hPa wurde heute um Punkt 09.12 Uhr ein Luftdruckwert erreicht, der um sage und schreibe 28,7 hPa über dem vieljährigen Dezember-Normalwert (siehe auch hier) lag. Vom absoluten Schlickelder Stationsrekord seit Beginn durchgehender Luftdruckmessungen (12.02.2000) sind wir somit derzeit nur noch ein kleines Stück entfernt. Dieser wurde am 16. März 2003 erreicht, mit 1044,5 hPa.

Zu verdanken haben wir diese fast rekordverdächtigen Werte des "Luftgewichtes pro m²", denn nichts anderes bedeutet der Luftdruck letztendlich, dem kräftigen Hochdruckgebiet "Bernhilde", welches mit seinem Zentrum heute etwa über der Deutschen Bucht lag. Doch die allzu einfache Gleichung "Hochdruck = sonniges Wetter" geht im Winterhalbjahr leider nicht immer auf. Oftmals bestimmen eher windschwache Inversionslagen mit ausgedehnten und hartnäckigen Hochnebelfeldern das atmosphärische Geschehen.

 



                                                                    

“Hannes” bringt spektakuläres Wetter

[07. Dezember 2007, 20.15 Uhr]

Kaltfront071207Nachdem uns Anfang der Woche bereits Sturmtief "Fridtjof" mit Spitzenböen bis 76,7 km/h (Sturm) durchgerüttelt hatte, sorgte gestern und heute einer seiner Nachfolger erneut für spektakuläres Wetter. Schon am Donnerstag war Sturmtief "Hannes" vom Atlantik Richtung Europa gerauscht und schwenkte gegen 23 Uhr, verbunden mit lang anhaltendem und teils kräftigen Dauerregen, seine Warmfront über das Mettinger Land hinweg. So setzte besonders in den Abend- und Nachtstunden dann auch ein kräftiger Temperaturanstieg ein, der nach fast frühsommerlich milden 12°C um Mitternacht in den Morgenstunden dann schließlich bei rekordverdächtigen 13,1°C um 06.34 Uhr gipfelte. Nur wenig später, um etwa 07.15 Uhr, brach dann mit heftigen Windböen, einem markanten Temperatursturz und beginnendem Luftdruckanstieg die nachlaufende Kaltfront ein. Die absolute Windspitze wurde dabei um Punkt 07.17 Uhr mit 79,2 km/h gemessen, immerhin volle Sturmstärke (9 Beaufort = 75,0 bis 87,8 km/h). Begleitet von mehreren Schauerstaffeln sickerte im Tagesverlauf dann zunehmend kältere Luft ein, so dass die Stationssensoren um 18 Uhr abends dann nur noch 6,9°C registrierten. Respektabel aber auch die gemessene Niederschlagsmenge: Zwischen 20 Uhr am 05.12. und 20 Uhr am heutigen Abend fielen insgesamt beachtliche 31,1 Liter pro Quadratmeter vom Himmel. Diese erhöhen die bisherige Dezembersumme nach nur sieben Tagen nun schon auf 67,8 Liter/m², so dass der vieljährige Normalwert für den (gesamten!) Monat Dezember bereits jetzt zu 84 Prozent erfüllt ist. (Foto rechts: Die Kaltfront von Sturmtief "Hannes" (Kern über Dänemark) liegt um 7 Uhr über den Niederlanden, erreicht Mettingen (roter Punkt) etwa 15 Minuten später. Die Warmfront vom Vorabend ist längst über Ostdeutschland angekommen. Quelle: DWD-Analyse, Wetteronline)

 


 

Vor zwei Jahren: Katastrophenalarm im Kreis Steinfurt

[27. November 2007, 22.00 Uhr]
 

251105b30 Zentimeter Schnee, unzählige umgeknickte Hochspannungsmasten, tagelange Stromausfälle, Katastrophenalarm im Kreis Steinfurt: Gestern vor genau zwei Jahren versanken große Teile des Münsterlandes und auch des Kreises Steinfurt in einem wahren Schneechaos, unter dessen Folgen die Bürger der betroffenen Region zum Teil noch Wochen später leiden mussten.

Wie es damals an der Wetterstation Mettingen-Schlickelde aussah, ist nun noch einmal in bewegten Bildern zu bestaunen. Zum zweiten Jahrestag des historischen Wetterereignisses wurde ein Video erstellt, in dem Andre Hergemöller aus vielen Stunden Filmmaterial nochmals einen kurzen Rückblick auf die Bilder jener Tage aus Schlickelde (siehe Foto) zusammengeschnitten hat.

Das Video ist auf Anfrage erhältlich.

 



 

Sturmtief "Tilo": Schwächer als erwartet

[09. November 2007, 22.40 Uhr]

Deutlich weniger stark als erwartet hat heute Sturmtief "Tilo" mit seinem Starkwindfeld Norddeutschland und somit auch Mettingen überquert. Während an der deutschen Nord- und Ostseeküste Windgeschwindigkeiten von bis zu 141 km/h (Hiddensee-Dornbusch 141 km/h, Baltrum 137 km/h) sowie zum Teil erhebliche Dünenabbrüche auftraten, brachte der erste Herbststurm der Saison an der Wetterstation Mettingen-Schlickelde um 14.10 Uhr eine Spitzenböe von lediglich 73,8 km/h. Dies entspricht dem oberen Bereich der Windstärke 8 und liegt nur 1,2 km/h unterhalb der offiziellen Sturmgrenze von 75 km/h. Über nennenswerte Schäden aus der Mettinger Region wurde bis zum Abend nichts berichtet.

 



                                                     

Oktober: Zu kalt, niederschlagsmäßig normal

[03. November 2007, 17.40 Uhr]

Sie ist vorbei, die scheinbar unendliche Serie teils deutlich zu warmer Monate seit dem Sommer 2006. Während der vergangene September mit -0,1 Grad Abweichung noch als durchschnittlich einzustufen war, lag die gemittelte Lufttemperatur des Oktober 2007 mit 9,2°Cnun immerhin schon um 0,7 Grad unter dem regionalen, vieljährigen Normalwert der WMO-Periode 1961-1990 (9,9°C). Während die höchste Temperatur des Monats am 15.10. immerhin noch 18,8°C erreichte, wurden andererseits aber auch schon die ersten drei Luft- bzw. sieben Bodenfröste registriert. Am tiefsten fiel das Quecksilber in den frühen Morgenstunden des 23. Oktober mit einem Minimum von -3,2°C (2 Meter),Bluete zweieinhalb Wochen vor dem statistisch zu erwartenden ersten Frosteintritt am 2. November. An den beiden 5cm-Messstellen der Station wurden an diesem Morgen sogar knackige Tiefstwerte von -5,8 (unbewachsen) bzw.-9,1°C (über Grasfläche) erreicht!

Die Niederschlagsbilanz der Wetterstation Mettingen-Schlickelde für den vergangenen zweiten Herbstmonat fällt dagegen unspektakulär aus. Mit einer Monatsgesamtmenge von 59,7 Litern pro Quadratmeter überschritten wir den vieljährigen Oktober-Normalwert (59,6 L/m²) lediglich um unbedeutende 0,2 Prozent. Am nassesten fiel dabei der 03.10. mit einer 24 Stunden-Menge von 16,6 Litern aus, die höchste Niederschlagsintensität wurde ebenfalls am 3. Oktober mit 0,7 Litern pro m² und Minute beobachtet, teils von Gewittern begleitet. 13 von 31 Tagen blieben vollkommen trocken.

Der Oktober 2007 war deutlich überdurchschnittlich von herbstlichen Hochdruck-Wetterlagen geprägt, wie auch sehr schön am Luftdruck-Monatsmittel von 1024,1 hPa abzulesen ist. Der statistische Durchschnitt der Referenzjahre 1961-1990 wurde damit um satte 7,9 hPa überschritten. Doch Hochdruckwetter bedeutet im Herbst leider nicht immer sonniges Wetter. Hartnäckige Hochnebelfelder prägten oftmals über Tage das Wettergeschehen, so dass die Sonnenscheinbilanz des Großraumes Mettingen mit insgesamt 104,0 Stunden und einer Abweichung von -6,7 Prozent leicht zu mager ausfiel (Datenquelle: DWD).

Die weiteren Monatsmittel: Relative Luftfeuchte 85,4 % (+1,9 %), Windgeschwindigkeit 6,6 km/h (Spitzenböe 43,6 km/h), Tageshöchsttemperatur (2m) 13,3°C, Tagestiefsttemperatur (2m) 5,4°C.

                             



                                                                     

WDR-Team besucht Wetterstation

[31. Oktober 2007, 18.00 Uhr]

 

WDRIm Auftrag der "Lokalzeit Münsterland" war am späten Nachmittag ein vierköpfiges Reportageteam des WDR-Fernsehens zu Gast an der Wetterstation Mettingen-Schlickelde. Im Rahmen der Aktion "Lokalzeit unterwegs" war zuvor in der Abendsendung vom 29.10. mittels Zufallsgenerator der Ort Schlickelde als Ziel einer Reportagetour ausgewählt worden. Bereits amVormittag begann das Kamerateam, an mehreren verschiedenen Standorten ein filmisches Portrait des Ortes zu erstellen, in dem schließlich auch die WDR2Wetterstation kurz vorgestellt werden soll.

 

 

Die Ausstrahlung des etwa 4minütigen Beitrages ist voraussichtlich für den kommenden Freitag (02.11.) zwischen 19.30 und 20.00 Uhr in der WDR-Sendung "Lokalzeit Münsterland" geplant.

              



                                               

26. Oktober: Ein kleiner Rückblick

[26. Oktober 2007, 18.30 Uhr]

Während das Himmelsgeschehen heute bei einförmigem Grau und frischen Temperaturen bis maximal 8,5°C dem einen oder anderen schon novembrig auf´s Gemüt schlagen konnte, sah das hiesige Wetter vor genau einem Jahr vollkommen anders aus: Mit einem Tageshöchstwert von sage und schreibe 22,1°C wurde damals an der Wetterstation Mettingen-Schlickelde um Punkt 15.01 Uhr ein neuer24.10.2003 Temperaturrekord für die dritte Dekade (22.-31.10.) des Monats Oktober aufgestellt. Im luftigen T-Shirt konnte man draußen in der Herbstsonne wunderbar das späte Spätsommerwetter genießen. Für einen neuen Oktober-Gesamtrekord hatte es damals allerdings aufgrund einiger durchziehender Wolkenfelder am frühen Nachmittag nicht ganz gereicht. Absoluter Rekordhalter bleibt diesbezüglich der 13. Oktober 2001, an dem ein Temperaturmaximum von 23,3°C erreicht worden war. Auch im Jahr 2005 brachte uns der Oktober, und hier ganz besonders die letzten Tage des Monats rekordverdächtig warme Temperaturen. Vom 27. bis einschließlich zum 31.10. wurde damals an fünf Tagen in Folge die 20 Grad-Marke zum Teil deutlich überschritten.

Das genau entgegengesetzte Extrem erlebten die Schlickelder dagegen vor fast genau vier Jahren. Erste zaghafte Schneeflöckchen tanzten damals am 24. Oktober 2003 über den Himmel und überzogen bei Temperaturen um 0°C die Landschaft mit einem ersten zarten, winterlichen Hauch. Foto: Erster Schnee am 24.10.2003

 



                                                                   

Erste Frostnacht bringt bis zu -7,4°C

[20. Oktober 2007, 12.20 Uhr]

1.FrostDie erste richtige Frostnacht der Wintersaison 2007/2008, sie brachte Schlickelde in den heutigen frühen Morgenstunden einen Tiefstwert von -1,9°C, bezogen auf die offizielle Standardmesshöhe von 2 Metern über Grund (sogenannter "Luftfrost"). Wesentlich weiter ins Minus rutschten die Werte dagegen in Bodennähe, wo 5 Zentimeter über bewuchsfreiem Boden ein Minimum von -4,2, in selber Höhe über Grasdecke sogar ein solches von knackigen -7,4°C erreicht wurde.

 

Im vieljährigen Mittel (Periode 1989-2006) müssen wir in Schlickelde mit dem ersten Luftfrost statistisch gesehen um den 2. November herum rechnen, so dass wir den Normalverhältnissen in diesem Jahr um knapp zwei Wochen voraus sind.

 


 

Erstes "Minus" der Saison

[06. Oktober 2007, 12.00 Uhr]

35 Tage nach dem meteorologischen Herbstbeginn registrierte die Wetterstation Mettingen-Schlickelde die ersten Frosttemperaturen der Saison. Während das Minimum der offiziellen Lufttemperatur, gemessen in 2 Metern Höhe in der Klimahütte, in den frühen Morgenstunden des 06. Oktober lediglich bis auf 4,9°C sank, wurde an der Bodenmessstelle in 5 Zentimetern Höhe über Grasbewuchs ein Tiefstwert von -0,9°C registriert. Derartig große nächtliche Temperaturdifferenzen zwischen den Messhöhen 2m und 5cm sind typisch für klare und windschwache Nächte im Herbst und Frühjahr.

 


 

Kräftiger Dauerregen bringt 27,3 Liter pro m²

[22. August 2007, 13.20 Uhr]

Ein ausgedehntes Niederschlagsgebiet mit kräftigem, zeitweise schauerartig deutlich verstärktem Dauerregen hat in den vergangenen 24 Stunden recht beachtliche Wassermengen auf Schlickelde abgeladen. Zwischen 13 Uhr am 21.08. und 7 Uhr des Folgetages Folgetages registrierten die Messgeräte am Nagelmanns-Moor eine 17stündige Gesamtniederschlagsmenge von 27,3 Litern pro Quadratmeter. Das Intensitätsmaximum wurde dabei am gestrigen frühen Abend erreicht, als allein in den zwei Stunden zwischen 17 und 19 Uhr 17,0 Liter vom Himmel prasselten. Nach 20 Uhr wurden in der Nacht dann nur noch sporadisch einzelne kleine Schauer registriert. Hier die stündlichen Niederschlagsmengen zwischen 12 und 8 Uhr im einzelnen (automat. Niederschlagsmesser):

  

12-13 Uhr : 0,0 L/m²

17-18 Uhr : 9,0 L/m²

22-23 Uhr : 0,7 L/m²

03-04 Uhr : 0,0 L/m²

13-14 Uhr : 3,1 L/m²

18-19 Uhr : 8,0 L/m²

23-00 Uhr : 0,3 L/m²

04-05 Uhr : 0,1 L/m²

14-15 Uhr : 0,5 L/m²

19-20 Uhr : 2,0 L/m²

00-01 Uhr : 0,0 L/m²

05-06 Uhr : 0,1 L/m²

15-16 Uhr : 0,9 L/m²

20-21 Uhr : 0,2 L/m²

01-02 Uhr : 0,1 L/m²

06-07 Uhr : 0,8 L/m²

16-17 Uhr : 1,5 L/m²

21-22 Uhr : 0,0 L/m²

02-03 Uhr : 0,0 L/m²

07-08 Uhr : 0,0 L/m²

 

Von den Starkregenfällen wesentlich schlimmer betroffen waren jedoch die östlichen und südöstlichen Teile NRW´s und hier speziell die Regionen Ostwestfalen-Lippe sowie das Sauerland. Zwischen gestern 8 und heute 8 Uhr morgens wurden im Bereich Olsberg / Winterberg / Schmallenberg (Hochsauerlandkreis) beispielsweise Niederschlagsmengen von 80 bis 100 Litern pro m² beobachtet (Quelle: Radaranalyse Meteomedia).

 


                                           

Neue Messstelle eingerichtet

[14. August 2007, 21.00 Uhr]

An der Wetterstation Mettingen-Schlickelde ist seit dem heutigen Nachmittag eine neue Temperaturmessstelle in Betrieb. Nur knapp neben dem bisherigen, unbewachsenen Bodenmessfeld der Anlage wurde zusätzlich ein zweites kleines Bodenmessfeld eingerichtet, auf dem künftig auch die Lufttemperatur in fünf Zentimetern Höhe über Grasbewuchs ermittelt werden soll. Damit erhalten die Daten der Station nun Anschluss sowohl an das offizielle Messnetz des Deutschen Wetterdienstes, in dem mit einem baugleichen Temperaturgeber die nächtlichen Bodenminima über unbewachsenem Boden gemessen werden, als auch an das Meteomedia-Stationsnetz von Jörg Kachelmann, dessen (ebenfalls baugleiche) Temperatursensoren in fünf Zentimetern Höhe über Gras angebracht.Bodenmessfeld1 Da beide Temperaturgeber ohne jeglichen Strahlungsschutz arbeiten, endet damit die bisherige Messreihe der "Lufttemperatur 5cm (geschützt)". Auch werden in den Datentabellen ab sofort nur noch die nächtlichen Tiefstwerte beider 5cm-Messstellen veröffentlicht, da die tagsüber ermittelten Werte aufgrund der Strahlungseinwirkung jeglicheAussagekraft verlieren.Da eine mit Gras bewachsene Fläche mit den Lufteinschlüssen bzw. Schattenwürfen zwischen den einzelnen Grashalmen wie eine dünne Isolationsschicht zwischen Erdboden und Atmosphäre wirkt und zusätzlich für Abkühlung über die Blattverdunstung sorgt, sind dort besonders in klaren, windstillen Nächten teils deutlich tiefere Temperaturen zu erwarten als in identischer Höhe über völlig kahlem Boden. Einen kleinen Vorgeschmack bot bereits die sternenklare Nacht vom 11. auf den 12. August, in der über unbewachsenem Boden ein Tiefstwert von 6,6°C, über Gras jedoch ein solcher von nur 3,8°C (!!) erreicht wurde. Das 2 Meter-Minimum in der Klimahütte sank gleichzeitig bis auf 9,3°C. Auch erste herbstliche Bodenfröste dürften über der Grasfläche deutlich früher auftreten als über unbewachsenem Erdboden. Wann genau, das erfahren Sie natürlich hier auf der Stationsseite.

 


 

Mettinger Land bleibt von Starkregen verschont

[09. August 2007, 20.20 Uhr]

SummenkarteAls eine der wenigen Ausnahmeregionen Nordrhein-Westfalens, blieb der nördliche Kreis Steinfurt und somit auch die Region Mettingen bis zum frühen Donnerstagabend (Stand: 20.00 Uhr) von den anhaltenden und verbreitet sehr ergiebigen Starkregenfällen, die über weiten Teilen NRW´s niedergingen, verschont. Bis zum Messtermin um 20 Uhr registrierten die Schlickelder Messgeräte lediglich eine 24 Stunden-Niederschlagsmenge von 0,9 Litern pro Quadratmeter, die vollständig auf leichten Sprühregen in der vergangenen Nacht und in den Morgenstunden vor 10 Uhr zurückzuführen sind. Nur wenig südlich des Tüöttendorfes begann jedoch schon die Starkregenzone. So wurden z.B. aus dem Stadtgebiet Münster bereits Regenmengen von über 30 Litern pro Quadratmeter gemeldet, mit entsprechenden Folgen für Bürger und Verkehr.

Sehr schön ist die Verteilung der 24stündigen Niederschlagssummen auch in der nebenstehenden NRW-Summenkarte (Quelle: Meteomedia / WDR) zu erkennen, die aus einer Kombination flächendeckender Radardaten sowie punktueller, exakter Stationsmesswerte berechnet wurde.

 


 

Juli 2007: Knapp wärmer, deutlich nasser als Durchschnitt

[02. August 2007, 20.35 Uhr]

CumulusEr ist Geschichte, der zweite Sommermonat des Jahres 2007. Und, das wird viele Mettinger sicherlich wundern: Trotz der möglicherweise subjektiv anderen Einschätzung, fiel der Monat schlussendlich sogar noch knapp zu warm aus. Sicherlich Spätfolgen eines unbewussten Vergleiches mit dem extrem warmen, mitteleuropäisch aber eben völlig untypischen "WM-Sommer" im vergangenen Jahr. Niederschlagsmäßig, und das wird viele dann wohl wieder versöhnen, kann man den Juli 2007 aber getrost als verregnet bezeichnen.

Exakt 17,3°C beträgt die Monatsmitteltemperatur, die zwischen dem 01. und 31.07. am Schlickelder Nagelmanns-Moor ermittelt wurde. Der Wert liegt damit um knappe +0,2 Grad über dem vieljährigen Normalwert der WMO-Periode 1961-1990 aber um 0,4 Grad unter dem Mittel des Vormonats von 17,7°C. Damit haben wir in diesem Jahr die relativ seltene Situation, dass der Juli, normalerweise der wärmste Monat im Jahr, kälter war als der vorangegangene Juni. Der absolute Spitzenwert wurde mit 33,2°C am 15., die Tiefsttemperatur mit 9,6°C am 23. und 30.07. erreicht. Desweiteren registrierte die Station 8 "Sommertage" mit mindestens 25,0°C und zwei "Heiße Tage" mit 30,0°C oder mehr.

Die Niederschlagsverhältnisse gestalteten sich im Juli 2007 deutlich überdurchschnittlich. Mit einer Gesamtniederschlagshöhe von 116,6 mm (=116,6 Liter pro m²) wurde der vieljährige Normalwert (Westerkappeln 1961-1990: 71,0 mm) um beachtliche +64 % übertroffen, so dass der Monat als deutlich zu nass in die Annalen eingeht. Der größten 24 Stunden-Niederschlagsmenge von 15,7 Litern/m² am 20.07. stehen nur acht gänzlich trockene Tage (Wert < 0,1 mm) gegenüber. Auch den Rekord der höchsten Niederschlagsintensität hält der 20. Juli. Zwischen 16.26 und 16.27 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit registrierte die Niederschlagsautomatik eine Spitze von 1,8 Litern pro Minute.

BoeenkragenWie außerdem die Datenauswertungen der Flugwetterwarte Münster/Osnabrück ergaben, erreichte der Juli in unserer Region lediglich eine Sonnenscheindauer von 165,4 Std.. Dies entspricht einer Abweichung von -15 % gegenüber dem Normalwert (193,9 Std.). Unter den herausragenden Wetterereignissen des Monats ist einerseits sicherlich die kurze Hitzewelle in der Monatsmitte zu nennen, mit hochsommerlichen Temperaturen am 14. (29,0°C), 15. (33,2°C) und 16. Juli (32,3°C) und einer ungewöhnlich lauen Sommernacht vom 15. auf den 16.07., in der nach einem plötzlichen Warmluftschub selbst um 00.20 Uhr nochmals 25,6°C erreicht wurden! Desweiteren der markante Kaltfrontdurchgang mit teils kräftigen Gewittern, akuter Tornadowarnung und oben bereits angesprochenen Starkregenwerten am 20. Juli. Andererseits aber auch so manch vorzeitiger "Absturz" in den Herbst. Beispielsweise am 31.07., der lediglich eine Tagesmitteltemperatur von 12,4°C erreichte. Mehr zum Thema finden Sie hier.

 


 

Frühherbstlich frische Nacht zum Augustbeginn

[01. August 2007, 12.20 Uhr]

Wie vor einigen Tagen bereits angekündigt, kühlte es in der vergangenen Nacht unter sternenklarem Himmel und bei nur sehr windschwachen Bedingungen auch in Schlickelde recht kräftig ab. So wurde in den frühen Morgenstunden   (06.14 Uhr) in der Klimahütte der Wetterstation ein spätsommerlich frischer Tiefstwert von 8,0°C gemessen. In 5 Zentimetern Messhöhe über der unbewachsenen Erdoberfläche des Bodenmessfeldes erreichten die Messungen sogar ein Minimum von nur 5,9°C. Da fühlte sich so mancher Frühaufsteher schon mal ein wenig in den kommenden September versetzt.

 


 

Wo ist der Sommer?

[30. Juli 2007, 15.40 Uhr]

Diese Frage dürfte sich mancher derzeit beim Blick nach oben nicht nur bei uns in Mettingen stellen. Schon elf Tage ist es inzwischen her, dass an der Schlickelder Wöstenstraße zum letzten Mal Sommertemperaturen über 25°C gemessen wurden. Neuerlicher Tiefpunkt: Der gestrige 29. Juli, an dem das registrierte Tagesmaximum lediglich magere 17,0°C erreichte. Und als ob dies noch nicht genügte, drückte zusätzlich noch ein herbstlich-grauer, bis 17 Uhr bedeckter Himmel sowie intensive, am frühen Abend auch gewittrige Regenfälle mit insgesamt 15,5 Litern proCumulonimbusQuadratmeter auf´s Gemüt.

Noch vor einem Jahr hatte das ganz anders ausgesehen. Zwischen dem 17. und dem 30. Juli lagen die Höchstwerte damals Tag für Tag bei durchschnittlich 32,0°C. Mettingen erlebte die längste Hitzewelle seit Jahren, Deutschland den heißesten Monat überhaupt in der Klimageschichte. Von derartigen Sommerträumen sind wir in der derzeitigen Nordwestströmung bei Tagesmaxima von deutlich unter 20°C und Tiefstwerten, die in der vergangenen Nacht bis auf 8,8°C in Bodennähe absackten, aber weit entfernt. Und speziell in den Nächten scheint der Tiefpunkt noch nicht erreicht:

Besonders am Mittwochmorgen (01.08.) sind nach derzeitigem Modellstand aufgrund nachlassenden Windes und Wolkenrückgang in geschützten Lagen unserer Region Minima von 7 bis 8°C, in der Mitte und im Südosten Deutschlands sogar knappe Bodenfrosttemperaturen denkbar. In den kommenden Tagen schauen wir an dieser Stelle dann detailliert auf den Juli 2007 und seine Zahlenabweichungen zurück.

 


 

Kräftige Gewitterfront überquert Schlickelde

[20. Juli 2007, 18.00 Uhr]

Eine intensive Gewitterlinie hat am heutigen Nachmittag Nordrhein-Westfalen und zwischen 15.50 und 16.40 Uhr schließlich auch Schlickelde mit starkem Regen und einem markanten Temperatursturz überquert. Insgesamt fiel innerhalb von 45 Minuten eine Gesamtniederschlagsmenge von 15,7 Litern pro m² vom Himmel, mit einer Intensitätsspitze von 1,8 Litern pro Minute um 16.27 Uhr. Gleichzeitig sank die Lufttemperatur von zuvor 26,6°C auf nur noch 19,0°C bei Abzug der Starkregenlinie. Die befürchteten Sturmböen blieben in Schlickelde dagegen aus, als Windspitze wurden lediglich 37,1 km/h gemessen. Während des Durchzuges war allerdings eine auffällig intensive Wolkendynamik (Windscherung) zu beobachten, die auf ein deutlich erhöhtes Potential für die Bildung von Tornados schließen ließ.

So erreichte die Wetterstation Mettingen-Schlickelde wenig später dann schließlich auch folgende Meldung des Deutschen Wetterdienstes (Quelle: www.wettergefahren.de):

Flugzeug"ACHTUNG: IN ZUSAMMENHANG MIT GEWITTERN IST ÖRTLICH DAS AUFTRETEN VON TORNADOS MÖGLICH, DA ÖRTLICH BEREITS 'FUNNELCLOUDS' BEOBACHTET WORDEN SIND. Vor allem im westlichen und südwestlichen Niedersachsen ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch."

Über eine mögliche Bildung und Beobachtung von Funnelclouds("Trichterwolke" = Tornado-Vorstufe ohne Bodenkontakt) oder gar Tornados in der Mettinger Region wurde bis zum jetzigen Zeitpunkt (20.07., 18.25 Uhr) jedoch noch nichts konkretes bekannt. Auch der Flugverkehr schien von den Unwettern betroffen zu sein. So musste sogar eine große Passagiermaschine, vermutlich im Anflug auf den Flughafen Münster/Osnabrück, knapp vor der aufziehenden Gewitterfront abdrehen und in einer großen Kurve über den Mettinger Himmel ausweichen.

Dies und mehr ist in einer kleinen Video-Zusammenfassung hier zu sehen (13 MB / 4,05 min).

 


 

Vor einem Jahr: Beispiellose Hitzewelle

[19. Juli 2007, 16.50 Uhr]

Heute ist es genau ein Jahr her, dass im Jahrhundert-Juli 2006 eine bislang beispiellose Hitzewelle ihren schweißtreibenden Höhepunkt erreichte. Mit 35,9°C (Klimahütte) bzw. 36,4°C (ventilierter Strahlungsschutz) wurde damals die zweithöchste Temperatur in der Geschichte Schlickelder Höchsttemperatur-Aufzeichnungen (seit 1991) gemessen, Platz zwei hinter den 37,9°C vom berühmten 12. August 2003. An elf Tagen in Folge (17. bis 27.07.) überschritten die Tagesmaxima damals teils deutlich die 30°C-Marke, so dass der Juli 2006 in Schlickelde am Ende mit einer nie dagewesenen Abweichung von +5,3 Grad zuende ging. Der wärmste Monat überhaupt in der deutschen Klimageschichte. Gleichzeitig fielen vom 09. bis zum 21.07.2006 insgesamt gerade einmal 3,0 Liter Regen pro Quadratmeter. Das Ergebnis sah an der Schlickelder Station, deren Rasenfläche aufgrund fehlerhafter Beeinflussung der Messungen grundsätzlich nicht künstlich bewässert wird, damals so aus (eine moderierte Video-Version finden Sie hier (4,4 MB)):

 

19.07.2007

19.07.2006

 


 

Sommer in Schlickelde: 33,2°C

[15. Juli 2007, 20.15 Uhr]

Nach einer langen Durststrecke ist er nun endlich nach Schlickelde zurückgekehrt: Der Sommer. Mit einem Tageshöchstwert von 33,2°C verzeichnete die Wetterstation an der Wöstenstraße heute um 15.53 Uhr den bisherigen Spitzenwert des ganzen Jahres und den dritten "Heißen Tag" mit einem Wert von 30,0°C oder mehr. Dabei hatte die Temperaturkurve am frühen Morgen ihren Höhenflug noch tief im kühlen Keller begonnen: Frische 14,4°C zeigten die Schlickelder Messgeräte beispielsweise noch um 6 Uhr in der Frühe. Es folgte ein rasanter Anstieg mit dem Durchbruch der 20°C-Mauer um 08.27 Uhr, der 25°C-Marke um 10.22 Uhr und um Punkt 14 Uhr wurden schließlich auch die magischen 30°C überschritten. Mit Taupunkttemperaturen, die besonders mittags und abends (nach einigen wenigen Regentropfen) zeitweise bis auf 21°C anstiegen, machte sich zusätzlich eine recht deutliche Schwüle bemerkbar, die sich definitionsgemäß ab Taupunkten von etwa 15-17°C aufwärts einstellt. Der nachmittags deutlich nachlassende Wind trug ebenso dazu bei. Glücklich all diejenigen, die ein kühles Wässerchen in ihrer Nähe wussten, in dem sich der neugeborene Sommer so richtig genießen ließ.

 


 

Juni 2007: Zu warm, zu nass, weniger Sonne

[10. Juli 2007, 20.30 Uhr]

Es war ein überdurchschnittlicher erster Sommermonat, der Juni 2007. Jedenfalls was die Lufttemperaturen und die Niederschlagsverhältnisse angeht. Nach Auswertung aller 172.800 Datensätze des Monats, kommt die Wetterstation Mettingen-Schlickelde zu folgenden Ergebnissen: Mit einem Durchschnittwert von 17,7°C lag die Monatsmitteltemperatur im Juni um satte + 2,3 Grad über dem vieljährigen Normalwert der Referenzperiode 1961 bis 1990 von 15,4°C (Quelle: DWD, Station Flughafen Münster/Osnabrück).

Auch die Niederschlagsverhältnisse waren mit einer Gesamthöhe von 94,2 mm und einer Abweichung von + 17 % überdurchschnittlich (Quelle: DWD, Station Westerkappeln). Wie die Datenauswertungen diverser Nachbarstationen außerdem zeigte, blieb die Sonnenscheindauer im Juni 2007 mit 154,9 Stunden und einer prozentualen Abweichung von - 21 % dagegen deutlich unterdurchschnittlich (Quelle: DWD, diverse Stationen). Es wurden 8 "Sommertage" mit einem Tagesmaximum von mindestens 25,0°C (Vorjahr: 11) sowie zwei "Heiße Tage" mit Höchstwerten über 30,0°C (Vorjahr: 1) registriert. Den Monats-Spitzenwert verzeichnete die Schlickelder Station dabei am 08. Juni mit 30,3°C, das absolute Minimum mit 8,4°C am 27. Juni.

Die weiteren Monatsmittelwerte: Relative Luftfeuchte 79,5 % (+5,4 %), Luftdruck (reduziert auf Normalnull) 1011,8 hPa, Windgeschwindigkeit (11m Höhe) 7,9 km/h. Das herausragende Wetterereignis war ein heftiges Starkregen- und Graupelgewitter mit einer Gesamtniederschlagsmenge von 31,3 Litern pro Quadratmeter sowie einem neuen Niederschlagsintensitäts-Rekord (3,3 Liter/m² innerhalb einer Minute) am frühen Abend des 09. Juni. Am 11.06. kam es außerdem im Raum Nordwalde zu örtlich erheblichen Sturmschäden, Augenzeugen sprachen von einer "Windhose". Dieser Tornado-Verdachtsfall wird derzeit noch geprüft.

Mehr zum Schlickelder Klima finden Sie hier.

 


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