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Erneuter Wintereinbruch mit Schnee und Eisregen
[30. Dezember 2009]
Nach Tauwetter und ein paar etwas milderen Tagen brachte heute eine sehr markant ausgeprägte Luftmassengrenze den Winter zurück ins Mettinger Land. Bereits in den gestrigen Abendstunden hatte Schneefall eingesetzt, der bis zum heutigen Morgen erneut eine respektable Neuschneedecke von immerhin 4 bis stellenweise 5 Zentimetern Mächtigkeit zusammenbrachte. Knapp nördlich der oben erwähnten Luftmassengrenze blieben die Temperaturen in Schlickelde heute tagsüber durchweg im Bereich um oder knapp unter 0°C, während beispielsweise bereits im Rheinland Werte von bis zu 10°C erreicht wurden. Einen kleinen Gruß der (in höheren Luftschichten vorhandenen) milden Luftmassen bekamen dann im Laufe des Nachmittags und vor allem am Abend auch wir serviert: Teils recht intensiver Eisregen, der innerhalb kurzer Zeit alles mit einem zum Teil zentimeterdicken Eispanzer überzog. Dementsprechend heikel und gefährlich gestalteten sich sehr rasch auch die Verkehrsbedingungen in der Region bei verbreitet extremer Glätte auf den Straßen. Darüber hinaus wurde aus einigen Nachbarregionen im angrenzenden Landkreis Osnabrück, wo der Eisregen bereits früher eingesetzt hatte, am Abend bereits über Eisbruch von Bäumen bzw. Ästen berichtet.
Und auch in den kommenden Stunden und Tagen wird uns die markante Luftmassengrenze weiter in Atem halten. Schon in der kommenden Nacht rutscht die wellenförmig mäandernde, ansonsten aber recht stabile Wettergrenze, an der sich immer wieder kleine Tiefdrucksysteme entlang bewegen, wieder weiter nach Süden. Das Ergebnis: Temperaturrückgang und allmählicher Übergang der Niederschläge wieder zunehmend in Schnee. Bis morgen können nach derzeitigem Modellstand erneut durchaus mehrere Zentimeter Schnee vom Himmel fallen. Auch in den kommenden Tagen kann es zu weiteren Schneefällen kommen, bei weiter in den Dauerfrostbereich fallenden Temperaturen. Eine Rückkehr zu mildem Wetter ist derzeit auch bis zum Ende des Vorhersagezeitraumes nicht in Sicht. Im Gegenteil: Derzeit sieht es so aus, dass die winterlichen Kaltluftmassen bis zum Ende der Woche wieder fast ganz Deutschland überfluten werden.
Frohe Weihnachten!
[23. Dezember 2009]

Dem ganzen Leserkreis dieser Webseite
ein friedvolles und besinnliches
Weihnachtsfest!
131 Stunden Dauerfrost
[22. Dezember 2009]
Schlickelde, 22.12.09, 01.26 Uhr: Die Anzeige des Pt100-Temperatursensors in der großen Klimahütte springt von 0,0 auf +0,1°C um. Damit gingen heute in den “frühen Morgenstunden” beachtliche 131 Stunden durchgehenden Dauerfrostes zuende, die seit dem 16. Dezember um kurz vor halb 3 Uhr nachmittags das Mettinger Land in eine eisige Starre hatten fallen lassen. Fast wären es noch deutlich mehr geworden, wäre das Quecksilber am 14. und 16.12. nicht für wenige Minuten magere 1,1 bzw. nur 0,2 Grad “über die Null” geklettert. Von einem neuen Rekord wäre dann aber auch das noch weit entfernt gewesen. Diesen Dauerfrost-Rekord hält noch immer unangefochten der Jahreswechsel 1996/1997, an dem das Minus 22 Tage lang nicht vom Display weichen wollte.
Kälteste Nacht seit fast 13 Jahren
[19. Dezember 2009]
Eiszeit in Schlickelde ... Nach dem gestrigen kräftigen Kaltlufteinbruch sackten die Temperaturen in der vergangenen, zum Teil sternenklaren Nacht in rekordverdächtige Tiefen. Um Punkt 08.22 Uhr in den heutigen Morgenstunden registrierten die Temperatursensoren in der amtlichen Klimahütte (2m Messhöhe) einen absoluten Tiefstwert von -16,7°C. Noch deutlich eisiger und fast schon sibirisch anmutend entwickelten sich die Messwerte unmittelbar wenige Zentimeter oberhalb der Schneedecke. Hier stoppte die extreme Temperatur-Talfahrt erst um 07.59 Uhr bei sage und schreibe -22,9°C! Selbst im Verlaufe des heutigen Nachmittags stieg die Lufttemperatur trotz Sonnenscheins nie über ein knackiges Tagesmaximum von -9,7°C an. Mit all diesen Werten ging die vergangene Nacht nun schließlich als kälteste Nacht seit fast 13 Jahren und als fünftkälteste Nacht überhaupt in die Schlickelder Stationsgeschichte ein (seit August 1989). Noch kälter wurde es lediglich im legendären Winter 1996/1997 mit -17°C am 31.12.1996, -19,1°C am 01.01.1997 und -22°C am 02.01.1997 sowie im Winter zuvor am 09.02.1996 mit -20°C. Auch beim Tagesmittel der 2 Meter- bzw. beim Minimum der 5cm-Lufttemperaturen wurden heute neue Rekordwerte aufgestellt.
Heftiger Wintereinbruch
[18. Dezember 2009]
Ein zumindest für unsere Region ungewöhnlich heftiger Wintereinbruch hat in den heutigen Abendstunden das Mettinger Land erfasst. Innerhalb von nur etwa 2-3 Stunden kam es durch anhaltende, teils kräftige Schneefälle zu einem Schneehöhenzuwachs von zuvor knapp 1 auf immerhin 5cm um 20.30 Uhr. Begleitet wurde der regelrechte “Wettersturz” von zum Teil starken Windböen aus Ost mit bis zu 47,2 km/h in der Spitze, die sehr schnell zu erheblichen Schneeverwehungen und entsprechend chaotischen Verhältnissen im regionalen Straßenverkehr führten. Die markante Winddrehung auf östliche Richtungen sorgte im Laufe der Abendstunden außerdem für einen kräftigen Temperatursturz in den strengen Frostbereich. Wurden um 18.30 Uhr in der Klimahütte in 2 Metern Höhe noch -3,7°C gemessen, so sackten die Werte dreieinhalb Stunden später bereits bis auf knapp -11°C ab, Tendenz weiter rasch fallend. Mit einer weiteren deutlichen Frostverschärfung ist in den Nachtstunden zu rechnen, bevor die Quecksilbersäule morgen tagsüber voraussichtlich nicht über maximal -7°C ansteigen wird. Weitere ergiebigere Schneefälle sind dann wieder am Sonntag zu erwarten.
Winter zeigt Zähne: Eistag, erster Schnee und Weihnachtswetter
[15.-17. Dezember 2009]
15.12.09: Nach einer wochenlangen, sehr milden Witterungsphase zeigt der Winter nun erstmals in dieser Saison seine frostigen Zähne: Mit einer Tageshöchsttemperatur von nur -0,3°C, gemessen um 14.28 Uhr in der großen Klimahütte, blieben wir heute, wenn auch nur knapp, durchgehend im Dauerfrostbereich. Die Wetterstation Mettingen-Schlickelde verzeichnete damit nun den ersten sogenannten “Eistag” (Tmax < 0°C) des Winters. Besonders eisig war es in den heutigen frühen Morgenstunden erwartungsgemäß in unmittelbarer Nähe der Erdoberfläche. An der Messstelle “Lufttemperatur 5cm (Gras)” wurde ein beachtliches Minimum von -10,2°C erreicht.
17.12.09: Winter in Schlickelde! Nac hdem bereits in den gestrigen Abendstunden zeitweise leichter, feiner Schneefall bzw. Schneegrieseln eingesetzt hatte, trägt das Mettinger Land nach weiterem, allerdings eher unergiebigem Nachschub vom heutigen Nachmittag nun ein ca. 1 Zentimeter mächtiges weißes Kleid. Die ersten Schneeflocken der Wintersaison 2009/2010. Ob die winterliche Idylle allerdings bis zu den Weihnachtsfeiertagen durchhalten wird, ist mehr als fraglich. Nach Frostverschärfung und weiteren, zum Teil ergiebigen (!) Schneefällen am Sonntag, die durchaus eine Schneedecke von mehreren Zentimetern zusammenbringen können, dürfte sich nachfolgend zumindest vorübergehend das allseits gefürchtete “Weihnachtstauwetter” mit Plusgraden bemerkbar machen. Was aber über die Feiertage selbst passieren wird, ist noch immer sehr unsicher. Nach derzeitigem Stand (17.12.) stehen die Chancen mit ca. 60 % garnicht so schlecht, dass die Schneedecke vom 21.12. zumindest teilweise bis Weihnachten die Plusgrade “überleben” könnte. (Foto: “Wettercam Schlickelde” vom 17.12.09, 15 Uhr)
November 2009: Rekordmild und viel zu nass
[02. Dezember 2009, 19.45 Uhr]
Novemberfrühling, Rekordmonat, T-Shirt-Temperaturen ... nur eine kleine Auswahl der zahlreichen Schlagzeilen, die in den vergangenen vier Wochen durch die Medien geisterten. Waren sie verfrüht oder gar überzogen? Nein! Am Ende hat er sie alle geschlagen, all seine Vorgänger der vergangenen Jahre, ja sogar Jahrzehnte hinter sich gelassen. Seit gestern stehen sie da, wie in Stein gemeißelt, die Rekordwerte eines wahrlich historischen Monats, auf die wir nun nochmals detaillierter zurückblicken wollen.
Die Zahl des Novembers 2009 schlechthin: 9,4°C. Mit dieser Monatsmitteltemperatur, die sich sagenhafte + 4,1 K über dem vieljährigen Normalwert der Jahre 1961-1990 positionierte, wurde der letzte Herbstmonat des Jahres auch in Schlickelde zum wärmsten November in der Stationsgeschichte. Die unglaublichen Dimensionen dieses Wertes werden besonders deutlich durch die Tatsache, dass selbst der vorangegangene Oktober mit 9,2°C kälter ausgefallen war. Verkehrte Welt ... liegt doch in einem normalen Jahr, bedingt durch die kräftige jahreszeitliche Abkühlung, der Oktober im Durchschnitt eigentlich satte 4,6 Grad über dem Wert seines Nachfolgemonats. Neben der absoluten Monatsspitze von 17,2°C am 21.11. registrierten die Schlickelder Messgeräte noch weitere 3 “Frühlingstage” mit Maxima von über 15°C. An sage und schreibe 21 von 30 Tagen wurden Temperaturwerte von 10 Grad oder (zum Teil deutlich!) mehr erreicht. Am “kältesten” blieb der 10.11. mit maximal 7,1°C. Auch im Bereich der Tiefsttemperaturen absolute Seltenheitswerte: Als “November ohne Frost” hätte er um ein Haar in die Klimageschichte eingehen können. Wäre da nicht der letzte Abend des 30.11. gewesen, als die Werte in der Schlickelder Klimahütte 10 Minuten vor 0 Uhr doch noch für wenige Sekunden von 0,0 auf -0,1°C, die tiefste Temperatur des gesamten Monats, sprangen. Aber das sind sicherlich messtechnische Spitzfindigkeiten. Ansonsten durchweg Nachttemperaturen weit jenseits des Gefrierpunktes, die an einzelnen Tagen selbst Tiefstwerte von 12°C nicht unterschritten. Durchaus vergleichbar mit den Verhältnissen in manch einer etwas kühleren Sommernacht!
Im abgebildeten Diagramm (zur Vergrößerung bitte anklicken) sind nun sämtliche Temperaturwerte (mittleres Maximum, mittleres Minimum, Mittel aus beiden Werten) für die Novembermonate 1989 bis 2009 an der Wetterstation Mettingen-Schlickelde in Diagrammform dargestellt. Deutlich ist darin die herausragende Stellung des Novembers 2009 zu erkennen, mit der lediglich, nach einem sehr kalten Vorjahr, die Werte vom November 1994 noch annähernd mithalten konnten. Auch das ungewöhnlich hohe Niveau der diesjährigen Tagesminima, die ganz entscheidend zur Abweichung beigetragen haben, wird nochmals sehr deutlich.
Doch nicht nur temperaturmäßig wuchs der November 2009 weit über sich hinaus. Er war zudem auch viel zu nass, zahlenmäßig auf den Punkt gebracht durch eine Niederschlagssumme von 126,0 Litern pro Quadratmeter. Verglichen mit der mittleren Summe der Jahre 1961-1990 (Station Westerkappeln: 73,5 L/m²) ergibt sich ein deutlicher Wasserüberschuss von +71,4 Prozent. Auch dies passt gut zum Bild eines typischen milden Winter- bzw. Herbstmonats, der meist durch Tiefdruckeinfluss, sogenanntes “Westwindwetter”, und dessen atlantische, feucht-milde Luftmassen aus Südwesten geprägt wird. Auch die extreme Luftdruckabweichung (siehe weiter unten) unterstreicht dieses Bild eindrucksvoll. Besonders nass: Der 23.11., an dem 20,9 Liter in 24 Stunden, 13,2 Liter in einer Stunde (18-19 Uhr) und davon 9,9 Liter pro m² sogar in nur 10 Minuten (18.08 bis 18.18 Uhr) vom Himmel stürzten. Mit einer maximalen Niederschlagsrate von 1,8 Litern pro Minute wurden gar sommerliche Starkregendimensionen erreicht! Sechs Tage blieben im November 2009 dagegen weitgehend trocken.
Weitere Monatsdaten mit Abweichung im Überblick: Mittl. Relative Luftfeuchte 84,9 % (-0,6 %), Mittl. Luftdruck 1005,1 hPa (-9,1 hPa!), Mittl. Windgeschwindigkeit 12,5 km/h, Summe Sonnenscheindauer (DWD-Station Flughafen Münster/Osnabrück) 34,5 Std. (-38,6 %)
Nach Frühlingswärme: Starkregen und Sturm
[23. November 2009, 22.25 Uhr]
Ist es Frühling? Ist es Sommer? Man fühlt sich in verschiedenste Jahreszeiten versetzt in diesen Tagen, am wenigsten noch in einen völlig normalen November. Nach Temperaturen an der Grenze zur “T-Shirt-Zone” am vergangenen Wochenende, suchten heute im Einflussbereich von Sturmtief “Ludwig” starker Wind und fast sommerlich anmutende Starkregenschauer und örtliche Gewitter das Münsterland heim. Während sich die registrierten Windgeschwindigkeiten auf Mettinger Gemeindegebiet tagsüber noch sehr in Grenzen hielten, öffnete der Himmel heute am frühen Abend plötzlich derart intensiv die Schleusen, dass in Schlickelde sogar vereinzelt Wassereinbrüche in Kellern auftraten. Allein zwischen 18.08 und 18.18 Uhr prasselten 9,9 Liter auf den Schlickelder Durchschnittsquadratmeter, mit einer zum Teil sommerlichen Intensität von bis zu 1,8 Litern pro Minute um 18.17 Uhr. Insgesamt fanden bis zum Abend 21,2 Liter/m² den Weg in die Auffangöffnungen der Schlickelder Messgeräte. Auch der Wind legte im weiteren Verlauf des Abends wieder deutlich zu und erreichte um kurz nach 22 Uhr mit Spitzenböen bis 72,4 km/h fast Sturmstärke (ab 75,0 km/h). Über nennenswerte Schäden wurde allerdings nichts berichtet.
Extrem mild ... neuer Rekord?
[20./21. November 2009]
20.11.2009: Satte 2,5 Grad fehlten noch ... zum neuen absoluten Novemberrekord. Doch auch so brachte uns der heutige 20. November zumindest einen “gefühlten Rekord”. Mit einer Höchsttemperatur von punktgenau 16,9°C erlebten die Mettinger den immerhin drittwärmsten Novembertag in der Geschichte der Wetterstation Mettingen-Schlickelde. Ein noch höherer Quecksilberstand war lediglich am 16.11.06 mit 17,7°C sowie am 03.11.05 mit sage und schreibe 19,3°C beobachtet worden. Bezogen auf den Witterungsabschnitt der sogenannten zweiten Novemberdekade (11. bis 20.11.) erreichte der heutige 20.11. außerdem einen respektablen Platz 2 in der ewigen Spitzenliste. Es war sogar noch ein gewisser Spielraum für noch höhere Werte vorhanden, wären nicht bereits im Laufe des frühen Nachmittags zunehmend dichtere hohe und mittelhohe Schichtwolkenfelder aufgezogen, die die Sonne schließlich dann doch verdeckten. (Fotos links: Gelbe Lupine, Blütezeit Juni bis September / Foto rechts: Winterjasmin, Hauptblütezeit Januar bis April)
21.11.2009: Fast unglaublich, aber wahr: Schon nach 24 Stunden ist der beeindruckende gestrige Tageshöchstwert wieder Geschichte: Um Punkt 14.11 Uhr legte Petrus heute mit exakt 17,2°C noch ein Schüppchen drauf, änderte damit an den oben angegebenen Dekaden- und Monats-Platzierungen aber nichts mehr. Auch in der heute begonnenen dritten Novemberdekade lässt sich mit den 17,5°C vom 25.11.2006 noch ein höherer Wert finden. Ebenfalls historisch: Die beiden Tagesmittel der Lufttemperatur in 2 Metern Höhe erreichten gestern und heute mit 14,6°C bzw. 14,4°C ziemlich genau das Niveau eines Schlickelder Durchschnittstages Anfang Juni. Noch bis nach 21 Uhr am Abend umwehte ein 15,0°C laues “Sommerabendlüftchen” die hiesigen Hausecken und selbst um 0 Uhr wurden in der großen Klimahütte der Station noch unglaubliche 13,7°C gemessen. Um diese Jahreszeit ein extrem seltenes Ereignis!
Weitere beeindruckende Eckdaten des bisherigen Novembers: Monatsmittel (01.-21.11.) 9,7°C, Abweichung zum Normalwert eines ganzen Novembers +4,4 K, letzter Frost vor 5 Wochen (18.10.), Tiefsttemperatur in der Nacht vom 13. auf den 14.11. 12,6°C, in Norddeutschland wärmste 2. Novemberdekade seit mindestens 80 Jahren.
Laues Frühlingslüftchen
[14. November 2009, 22.00 Uhr]
Väterchen Frost im Urlaub ... von Winter keine Spur. Im Gegenteil: Mit einem Tageshöchstwert von 15,3°C wehte schon gestern sogar ein zaghaftes laues Frühlingslüftchen durch die Mettinger Gassen. Zwar spielte die Sonne nicht recht mit, so dass es durchweg stark bewölkt bis bedeckt blieb. Für einen nachmittäglichen Spaziergang oder ein paar spätherbstliche Handgriffe im Garten waren die Temperaturen jedoch ideal.
Doch damit nicht genug: Nach einer rekordverdächtig lauen Nacht mit Temperaturen, die nicht unter 12,6°C (!) sanken, legte Petrus heute kurz vor dem nachmittäglichen Durchzug eines schmalen Regenbandes sogar noch ein Schüppchen drauf: 15,6°C. Zu verdanken haben wir diese ungewöhnlich milden Thermometerstände einer satten Südströmung zwischen atlantischen Sturmtiefs und Hochdruckeinfluss in Mittelmeerraum. Auch in den nächsten Tagen bleibt uns das sehr milde aber ebenso wolkenreiche und zeitweise regnerische Westwetter erhalten. (Foto: Bild der “Wettercam Schlickelde” vom 13.11. / 16.22 Uhr)
Oktober 2009: Nasser und kühler als üblich
[02. November 2009]
Anfang eines neuen Monats, Zeit wiedermal für einen kleinen Rückblick auf die vergangenen viereinhalb Wochen.
Der Oktober 2009, er war durchaus etwas besonderes. Ist er doch der erste Monat seit einem Dreivierteljahr und der zweite im Jahr 2009 überhaupt, der ausnahmsweise einmal zu kühl ausfällt. Und zwar mit einer Monatsmitteltemperatur von genau 9,2°C und einer sich daraus ergebenden Abweichung von -0,7 K gegenüber der Normalperiode 1961-1990. Die markanteste “Spitze” in der 31tägigen Temperaturkurve bildete der 07.10., an dem mit 21,2°C die mit Abstand höchste Temperatur des Monats registriert wurde. Das absolute Minimum dagegen wurde mit -1,5°C schon 7 Tage später erreicht (14.10.). Dieser Tag markierte damit außerdem das erste Auftreten von “Luftfrost” (Messhöhe 2 Meter) im Winterhalbjahr 2009/2010. An den beiden Messstellen in 5 Zentimetern Höhe über dem Erdboden erreichte die nächtliche Auskühlung in jenen Tagen dagegen schon Monatsminima von -4,5°C (unbewachsen) bzw. sogar -8,0°C (über Gras). Insgesamt wurden im Oktober 2009 drei Frost-, 10 Bodenfrost- und 14 Grasfrosttage mit jeweiligen 24 Stunden-Minima unter 0°C beobachtet. (Foto: Herbstvollmond über Schlickelde, aufgenommen am 04.10. am Gipfel der Ibbenbürener Rudolfshalde)
Deutlich überdurchschnittlich dagegen die Niederschlagsbilanz: Insgesamt 88,6 Liter Regenwasser fielen im Oktober 2009 auf jeden Mettinger Quadratmeter. Das entspricht einem Überschuss von beachtlichen +48,7 Prozent gegenüber dem vieljährigen Mittel für unsere Region (Station Westerkappeln 1961-1990: 59,6 L/m²). Deutlich herausragend: Der 7. und 8 Oktober. Aufgeteilt auf 12,7 bzw. 31,5 mm, fiel allein an diesen beiden Tagen bereits die Hälfte der gesamten Monatssumme. Dem gegenüber standen allerdings auch 11 Tage, die mit Messwerten von unter 0,1 mm praktisch trocken blieben. Die maximale registrierte Niederschlagsrate brachte uns eine markante Kaltfront in den frühen Morgenstunden des 01. Oktober mit beachtlichen 1,6 Litern pro Quadratmeter und Minute!
Die weiteren Monatswerte im Überblick (Abweichung zum Normalwert in Klammern): Mittl. Relative Luftfeuchte 84,7 % (+ 1,2 %), Mittl. Luftdruck 1016,8 hPa (+ 0,8 hPa), Mittl. Windgeschwindigkeit 9,0 km/h, Summe Sonnenscheindauer (DWD-Station Flughafen Münster/Osnabrück) 92,1 Std. (- 17,4 %).
Tief “Xavier” bringt ersten dezenten Herbststurm
[16. Oktober 2009, 20.30 Uhr]
Mettingen erlebte heute den ersten zaghaften Herbststurm der Saison. Mit einer Spitzenböe von 74,9 km/h, gemessen um Punkt 13.49 Uhr, wurde am Nachmittag kurzzeitig eine Windgeschwindigkeit erreicht, deren Wert nach der Beaufortskala just genau die Untergrenze der Windgeschwindigkeit 9 (“Sturm”) definiert. Über etwaige Schäden wurde jedoch nichts bekannt.
Erste Frostnacht: Bis -7,4°C am Erdboden
[14. Oktober 2009, 15 Uhr]
“Väterchen Frost” gibt sein erstes Gastspiel: Mit einer Tiefsttemperatur von -1,5°C, gemessen in der offiziellen Messhöhe von zwei Metern über Grund, war die vergangene Nacht die erste herbstliche Luftfrost-Nacht der Wintersaison 2009/2010. In 5 Zentimetern Höhe über der Rasenfläche des Messfeldes wurde gar ein Minimum von -7,4°C erreicht! Auch wenn der derzeitige Kaltlufteinbruch noch nicht von Dauer sein wird, sind wir damit der Temperaturentwicklung eines durchschnittlichen Vergleichsjahres um fast drei Wochen voraus. Üblicherweise haben wir in Schlickelde den ersten Luftfrost im Mittel erst um den 2. November herum zu erwarten (Quelle: Wetterstation Mettingen-Schlickelde 1989-2006). Die zeitliche Schwankungsbreite in einzelnen Jahren ist aber sehr groß!
Extreme Nachttemperaturen und ergiebiger Regen!
[08. Oktober 2009, 14.30 Uhr]
Haben auch Sie in der vorletzten Nacht ungläubig auf Ihr Thermometer geschaut? Da konnte man dessen oder auch die eigene Zurechnungsfähigkeit durchaus schon mal in Frage stellen. Tatort Schlickelde, wir schreiben den 07.10.2009, Punkt Mitternacht: Die Messgeräte am Nagelmanns Moor zeigen einen jahres- und tageszeitlich fast unglaublichen Temperaturwert von sage und schreibe 17,4°C an, der sich bis 6 Uhr morgens sogar noch weiter auf exakt 18,0°C steigert ... Schlickelde erlebt die laueste Oktobernacht seit unzähligen Jahren, und nachfolgend auch einen noch immer ungewöhnlich milden Herbsttag mit 21,2°C in der Spitze. 500 Kilometer südlich des Tüöttenstädtchens erreichen die Werte sogar Hochsommerniveau von bis zu 29,7°C (Freiburg).
Doch wenig später ... Schluss mit lustig! Schon in den Abendstunden des 07.10. erreichen Mettingen die großflächigen und ergiebigen Niederschlagsgebiete einer Luftmassengrenze. Anders als sonst meist üblich, zieht diese nicht senkrecht zum Frontverlauf relativ rasch über Nordwestdeutschland hinweg, sondern “schrammt” stundenlang längs über nahezu unverändertem Gebiet entlang und entlädt so seine Niederschläge fast ortsfest. Das Ergebnis: 38,5 Liter pro Quadratmeter innerhalb von nur 15 Stunden zwischen 19 und 10 Uhr. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher, gesamter Monat Oktober bringt in Schlickelde üblicherweise etwa 60 Liter zusammen. Doch damit standen wir längst noch nicht auf dem regionalen Spitzenplatz. Diesen belegte die Flugwetterwarte Münster/Osnabrück mit beachtlichen 45 Litern/m² zwischen 20 und 8 Uhr, Osnabrück schaffte in den 24 Stunden zwischen 8 und 8 Uhr morgens sogar satte 50,0 Liter.
Das Ende der Trockenheit?
[29. September 2009, 21.00 Uhr]
Mit einer 24stündigen Gesamtniederschlagsmenge von 2,2 Litern pro Quadratmeter fiel heute in Schlickelde der erste messbare Regen seit genau zwei Wochen, einmal abgesehen von den wenigen Tropfen am Morgen des 23.09., die es im Messglas nicht einmal bis zum 0,1er-Teilstrich geschafft hatten. Obwohl die auffallende Trockenheit der letzten Zeit damit zumindest oberflächlich ein klein wenig abgemildert scheint, kann der Rückstand in der klimatischen Wasserbilanz der letzten Wochen damit natürlich nicht annähernd ausgeglichen werden.
Die letzte größere Regenmenge war zuvor am 15. September mit 5,6 Litern registriert worden.
Erstes Minus der Saison
[27. September 2009, 22 Uhr]
Damit ist er nun endgültig eingeläutet ... der Herbst 2009. Mit einem morgendlichen Grasspitzen-Minimum von -0,8°C und dem damit verbundenen Grasfrost erschien erstmals in der Saison 2009/2010 das “Minus” auf dem Display der Wetterstation Mettingen-Schlickelde. Auch in gleicher Höhe (5cm) über unbewachsenem Erdboden wurde es recht frisch, blieb mit +1,1°C jedoch noch frostfrei. In der Klimahütte in 2 Metern Höhe wurde ein Tiefstwert von 3,9°C registriert. Hier müssen wir, statistisch gesehen, mit den ersten negativen Werten erst um den 2. November herum rechnen.
August 2009: Deutlich zu warm und viel zu trocken
[01. September 2009]
Das war volles Sommerprogramm ... Der August 2009, er brachte uns all das, was einen richtigen Sommermonat ausmacht: Rekordverdächtige Hitze, laue Nächte, längere Trockenperioden, kräftige Wärmegewitter. Doch alles der Reihe nach ...
Nach Auswertung aller 44640 Minutendatensätze zwischen dem 01. und 31.08. kommt die Wetterstation Mettingen-Schlickelde zu folgender Abschlussbilanz: Mit einer Monatsmitteltemperatur von 18,7°C positionierte sich der August 2009 um beachtliche + 2,0 K über dem vieljährigen Normalwert der Jahre 1961-1990, übertrumpfte damit in diesem Jahr sogar noch den üblicherweise wärmeren Monat Juli (18,3°C). Zum letzten Mal hatte es dies 2004 gegeben. Darüber hinaus registrierten die Schlickelder Messgeräte satte 16 Sommertage und immerhin noch 4 “Heiße Tage” mit Tageshöchstwerten von über 25 bzw. über 30°C. Zum Vergleich: Im Durchschnitt der Normalperiode 1971-2000 werden bei uns etwa 28 Sommertage im gesamten Jahr erwartet. Absoluter Hitzepol in diesem August ... der 20.08., als das Quecksilber mit 36,5°C nicht nur den höchsten Stand des Jahres sondern sogar Platz 2 der ewigen Schlickelder Bestenliste (seit 1991) erstürmte. Erwähnenswert ist außerdem der 08. August, an dem die Temperaturen nachts nicht unter rekordverdächtig laue 18,0°C sanken, tagsüber aber auch nicht über 21,4°C anstiegen. Besonders frisch wurde es dagegen in den frühen Morgenstunden des 14. und 23.08. mit bodennahen Minima von gut 3°C.
Bezüglich der gefallenen Niederschläge entwickelte sich der August zum absoluten Trockenmonat. Mit einer Gesamtsumme von nur 27,3 Litern, die auf jeden Quadratmeter fielen, erhielten die Schlickelder Böden lediglich 37,4 Prozent des Normalniederschlags für den Monat August (Westerkappeln 1961-1990: 72,9 L/m²). Die höchste 24 Stunden-Summe erreichte der 21.08. mit nur 7,2 Litern, satte 19 Tage blieben mit Messwerten von unter 0,1 mm dagegen weitgehend trocken! Die maximale Niederschlagsintensität wurde in den späten Abendstunden des schweißtreibenden 20.08. mit 1,4 mm/min während durchziehender, teils kräftiger Hitzegewitter registriert. (Foto rechts: Reiche Zierkürbis-Ernte)
Die weiteren Monatswerte im Überblick (Abweichung zum Normalwert in Klammern): Mittl. Relative Luftfeuchte 72,5 % (- 3,0 %), Mittl. Luftdruck 1016,9 hPa (+ 1,3 hPa), Mittl. Windgeschwindigkeit 7,2 km/h, Summe Sonnenscheindauer (DWD-Station Flughafen Münster/Osnabrück) 232,6 Std. (+ 19,8 %).
20 Jahre Wetterbeobachtung in Schlickelde
[26. August 2009/1989]
Ein Schulbuch, ein Baumarkt-Thermometer und ein schattiger Baumstamm ... Drei Dinge, die scheinbar so überhaupt nichts miteinander verbindet. Und doch waren es die Zutaten, die exakt heute vor 20 Jahren den Grundstein für noch immer lückenlose Wetteraufzeichnungen in Mettingen-Schlickelde legten. Inspiriert durch ein Temperaturdiagramm im damaligen Mathematikbuch der dritten Grundschulklasse, begann der 10jährige Andre Hergemöller fortan eigene Messungen durchzuführen und in selbst gemalten Säulendiagrammen Tag für Tag zu dokumentieren. Der allererste Tiefsttemperaturwert ... er stammt aus der Nacht vom 26. auf den 27.08.1989 und betrug genau 13°C.
Während das Messprogramm anfangs nur aus den nächtlichen Tiefsttemperaturen eines jeden Tages bestand, wurde es im Laufe der Zeit kontinuierlich ausgeweitet. So folgte ab dem 24. Mai 1991 neben den bisherigen Temperaturminima auch die tägliche Messung der Höchsttemperatur und gut dreieinhalb Jahre später, am 1. Januar 1995, wurde der erste Schlickelder Niederschlagsmesswert erfasst. Acht Tage später erfolgte dann der Startschuss zu durchgehenden, bis heute ebenfalls lückenlos aufgezeichneten Augenbeobachtungen, so dass es heute möglich ist, für jeden einzelnen Tag seit Januar 1995 den Wettercharakter und den jeweiligen Wetterverlauf über den betreffenden Tag genau zu rekonstruieren.
Doch bis zum Jahre 2000 wurden speziell die Messungen von Lufttemperatur und Niederschlag nur mit einfachen, kostengünstigen Geräten aus dem Gartenfachhandel bzw. später mit Hilfe völlig neuartiger, semiprofessioneller Funkmesstechnik einer Elektronikversandfirma durchgeführt, die weder den entsprechenden Richtlinien für meteorologische Messungen entsprachen, noch nach diesen aufgestellt waren. Das änderte sich dann grundlegend mit der Errichtung einer professionellen, halbautomatischen Wetter- und Klimastation der Firma “Thies Clima” im Februar 2000.
Bis zum September 2002 stand diese erste “Baustufe” einer richtigen Wetterstation auf einem weitgehend naturbelassenen Wildgrundstück an der Schlickelder Wöstenstraße zwischen den Hausnummern 74 und 76, musste dort allerdings dann im September 2002 sehr rasch dem Bau eines Wohnhauses (der heutigen Hausnummer 74A) weichen. Der neue, heutige Standort an der Kreuzung Wöstenstraße / Nagelmanns Moor, der zunächst nur aus einem Provisorium (siehe Foto) bestand, konnte in den folgenden Monaten dann Stück für Stück den erforderlichen Bedingungen für meteorologische Messungen angepasst werden und entspricht seit dem Mai 2003, soweit es die eingeschränkten örtlichen Gegebenheiten erlauben, größtenteils den Forderungen des Deutschen Wetterdienstes für automatische Klimastationen.
Doch Hightech-Sensoren hin oder her ... das Baumarkt-Thermometer von damals, es existiert (und funktioniert) noch immer, hängt inzwischen über dem Bonner Schreibtisch eines Meteorologiestudenten und könnte so einiges erzählen darüber, wie alles einmal angefangen hat ...
Herzlichen Glückwunsch, Wetterstation Mettingen-Schlickelde!
Sommer in Höchstform: 36,5°C in Schlickelde
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Uhrzeit
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Lufttemperatur
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10.00 Uhr
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27,6°C
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10.30 Uhr
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29,2°C
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11.00 Uhr
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29,8°C
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11.30 Uhr
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30,6°C
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12.00 Uhr
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31,8°C
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12.30 Uhr
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30,9°C
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13.00 Uhr
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31,3°C
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13.30 Uhr
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31,5°C
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14.00 Uhr
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33,8°C
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14.30 Uhr
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34,8°C
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15.00 Uhr
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35,2°C
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15.30 Uhr
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35,9°C
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16.00 Uhr
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36,0°C
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16.30 Uhr
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35,4°C
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17.00 Uhr
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35,1°C
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17.30 Uhr
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34,7°C
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18.00 Uhr
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33,5°C
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18.30 Uhr
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32,8°C
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19.00 Uhr
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32,5°C
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[20. August 2009, 21.30 Uhr]
Das hatte wohl so mancher diesem Sommer nicht mehr zugetraut: 12 Tage vor Beginn des meteorologischen Herbstes schürte Petrus heute das himmlische Höllenfeuer und ließ den Sommer 2009 nochmals zur Höchstform auflaufen. Mit einem fast rekordverdächtigen Spitzenwert von 36,5°C, gemessen um Punkt 16.03 Uhr in der Klimahütte der Wetterstation Mettingen-Schlickelde, wurde der heutige Tag mit Abstand zum heißesten Tag des Jahres erhoben und wird dies aller Voraussicht nach nun wohl auch bleiben. Doch damit nicht genug. Sogar in der ewigen Bestenliste der Station belegt der 20.08.09 damit einen beeindruckenden zweiten Platz. Nur ein einziger Tag in der über 18jährigen Aufzeichnungsgeschichte Schlickelder Höchsttemperaturen, die bis zum 24.05.1991 zurückreicht, konnte diesen Wert noch toppen: Natürlich der 12. August des legendären Jahrhundertsommers 2003, dessen 38,0°C noch immer wie in Stein gemeißelt dastehen. Platz drei belegte, knapp hinter dem heutigen Messwert, der 18.06.2002 mit 36,3°C.
Fast schon selbstverständlich, dass all diese geballte Hitzepower nicht ohne Folgen bleiben kann. Und so muss bereits in den nächsten Stunden mit zum Teil heftigen und unwetterartigen Gewittern (!) gerechnet werden, die in Zusammenarbeit mit der zugehörigen Kaltfront die Sommerluft vorübergehend wieder ausräumen werden.
Zwei weitere 30er
[07. August 2009, 17.40 Uhr]
Bei perfektem Bade- und Erntewetter (Foto: Gerste-Ernte in Schlickelde) wurde gestern und heute in Schlickelde erneut die 30 Grad-Hürde übersprungen. Während der “Übersprung” gestern mit einer Tagesspitze von 30,1°C noch denkbar knapp ausgefallen war, wurden heute mit genau 31,2°C etwas klarere Verhältnisse geschaffen. Damit erhöht sich die Anzahl der sogenannten “Heißen Tage” mit mindestens 30,0°C Höchsttemperatur in diesem Jahr auf insgesamt vier. Im vieljährigen Durchschnitt haben wir in unserer Region pro Jahr normalerweise mit etwa 5 bis 6 solcher heißen Tage zu rechnen (Quelle: DWD-Station Münster/Osnabrück 1971-2000).
Doch auch diese sommerliche Episode neigt sich in diesen Stunden bereits ihrem Ende entgegen. Schon in den Abend- und Nachtstunden greifen erste, zum Teil heftige Schauer und Gewitter auf Westdeutschland über, bevor morgen eine Kaltfront schließlich deutlich wechselhaftere und nur noch mäßig warme Tage einläutet.
Frische Nacht: 4,5°C
[04. August 2009, 12 Uhr]
Ausrutscher oder erster frühherbstlicher Gruß? - Die heutigen frühen Morgenstunden vor Sonnenaufgang wurden begleitet von recht schattigen Temperaturen. In der offiziellen Messhöhe von 2 Metern über Grund registrierten die Schlickelder Messgeräte einen Tiefstwert von 8,6°C, direkt am Erdboden gingen die Werte bis auf 4,5°C zurück. An einzelnen NRW-Stationen kam sogar das Minus in Sichtweite, beispielsweise in Kalterherberg im Hohen Venn, wo in 5cm Höhe +0,3°C erreicht wurden.
Aber keine Sorge ... es war tatsächlich nur ein Ausrutscher. Die nächsten Tage bringen uns den Sommer zurück, mit viel Sonne und schweißtreibenden Temperaturen von über 30°C in der Spitze.
Juli 2009: Extrem nass und wärmer als üblich
[01. August 2009, 23.50 Uhr]
Der Wettermonat Juli 2009 ist Geschichte ... “Gut so!”, werden sicher viele von Ihnen sagen. “War er doch viel zu kalt und verregnet” Einspruch, liebe Leser! Das stimmt tatsächlich nur teilweise. Anhand der nüchternen Zahlenfakten kommt die Wetterstation Mettingen-Schlickelde nach Auswertung aller rund 360.000 Einzelmesswerte der vergangenen 31 Tage zu folgendem, etwas differenzierteren Bild:
Der Monatsmittelwert der Lufttemperatur in 2 Metern Höhe, erstellt aus den Tageswerten von 07.30, 14.30 und 21.30 Uhr und über 31 Tage gemittelt, ergibt sich zu exakt 18,3°C. Damit war der Juli 2009 schlussendlich beachtliche +1,2 K wärmer als es das vieljährige Mittel der Jahre 1961-1990, der sogenannte “Normalwert”, für unseren Standort vorgibt. 14 Tage erreichten einen Höchstwert von 25,0°C oder mehr und wurden somit als “Sommertag” eingestuft, z wei Tage bekamen sogar den Titel des “Heißen Tages” aufgestempelt (mehr als 30°C). Die absolute Monatsspitze wurde gleich am 03. Juli mit 32,5°C registriert, während der 10.07. mit einem Maximum von 14,7°C nicht einmal mehr Frühlingsniveau erreichte.
Doch woran liegt es nun, dass die vergangenen 31 Tage vielen Menschen nun so absolut sicher als “zu kühl” erschienen. Ein Grund mag sicherlich die noch immer präsente Erinnerung an die Sommermonate der Rekordjahre 2003 oder 2006 sein, zu denen unbewusst ein direkter Bezug hergestellt wird. Zwei Sommer (bzw. Teile davon), die sich in Mitteleuropa sehr untypisch entwickelt hatten, ja zum Teil geradezu “entartet” waren. Im Juli 2006, mitten im berühmten “WM-Sommer”, wurde in Schlickelde beispielsweise ein Monatsmittel gemessen, welches den typischen Durchschnittswert um mehr als 5 Grad (!) übertraf ... ein absolutes Jahrhundertereignis! Eindrücke wie beim letzten Urlaub am Mittelmeer, an dem Mettingen aber nunmal nicht liegt.
Ein weiterer, ausschlaggebender Grund für die Fehleinschätzung dürfte dieses Mal aber vermutlich die unbewusste Vermischung zweier Messgrößen gewesen sein: “Ein warmer, verregneter Sommer(-monat)”, das klingt irgendwie komisch. Nein, wenn ein Sommer schon verregnet ist, ist er in den Medien fast immer gleich auch zu kalt.
Und verregnet ... das war er nun tatsächlich, der Juli 2009 in Mettingen. Ja mehr noch: Mit einer gewaltigen Gesamtniederschlagssumme von sage und schreibe 167,3 Litern pro Quadratmeter wurde die normal übliche Monatsmenge von 71,0 Litern (Westerkappeln 1961-1990) gleich mal auf das Zweieinhalbfache aufgestockt! Das ist wahrlich rekordverdächtig und wurde in den letzten Jahren nur vom Juli 2000 mit 177,5 Litern noch knapp getoppt. Eigentlich kein Wunder, denn das herausragende Witterungsmerkmal des vergangenen Monats waren unzählige Frontpassagen atlantischer Tiefdruckgebiete, die zum Teil im Tagesrhytmus und im Wechsel mit nur kurzen Hochdruckphasen mehrfach kräftige Niederschlagsgebiete mit Starkregen, Gewittern und örtlich unwetterartigen Entwicklungen über das Bundesgebiet hinweg manövrierten. Beständiger Hochdruckeinfluss über mehrere Tage konnte sich nie wirklich etablieren. Das Gröbste blieb Mettingen jedoch gottlob erspart. Dennoch reichte es für mehrere markante Niederschlagsereignisse. So beispielsweise am 03.07., an dem uns nach hochsommerlicher Hitze eine präfrontale Konvergenzlinie mit Starkregen überquerte, der innerhalb von nur 40 Minuten 25,2 Liter zusammenbrachte. Auch die maximale Niederschlagsintensität des gesamten Monats wurde mit 1,8 Litern pro Quadratmeter und Minute während dieser Passage registriert. Oder auch am 23. Juli, an dem uns eine schleifende Luftmassengrenze mit Wellenbildung zwischen 12.15 und 14.45 Uhr allein 20,1 Liter/m² bescherte. Insgesamt brachte es dieser Tag mit 33,0 Litern auf die größte 24 Stunden-Summe. Diese Aufzählung ließe sich noch beliebig erweitern. Trotz dieser Regenzeit über Mettingen blieben dennoch immerhin 11 Tage im Einflussbereich der kurzen Hochdruckphasen trocken (< 0,1 mm).
Die weiteren Monatswerte im Überblick (Abweichung zum Normalwert in Klammern): Mittl. Relative Luftfeuchte 75,0 % (+/- 0,0 %), Mittl. Luftdruck 1013,0 hPa (- 3,1 hPa), Mittl. Windgeschwindigkeit 9,0 km/h. Summe Sonnenscheindauer (DWD-Station Flughafen Münster/Osnabrück) 202,7 Std. (+ 4,5 %).
Kräftige Kaltluftgewitter
[24. Juli 2009, 23.50 Uhr]
Nach dem gestrigen Durchgang einer markanten Luftmassengrenze bildeten sich heute in der rückseitig einsickernden Kaltluft zahlreiche, teils kräftige Schauer und Gewitter, die am Nachmittag und frühen Abend auch das Mettinger Land überquerten. Besonders kräftig ... eine Gewitterzelle, die sich gegen 17 Uhr von Westen dem Tüöttenstädtchen näherte, an ihrer Vorderseite eine spektakuläre Böenfront ausbildete und nachfolgend mit insgesamt 7,4 Litern pro m² innerhalb von 14 Minuten, einer maximalen Regenrate von 1,0 Litern pro Minute, kurzzeitigem Graupel, einem Temperatursturz von 20,0 auf nur noch 11,8°C sowie Windböen bis 63,4 km/h über die Wetterstation Mettingen-Schlickelde hinwegbrauste. Weitere, allerdings weitaus schwächere Schauer folgten noch nach.
Eine kleine Videodokumentation der Gewitterpassage mit Zeitraffer- und Echtzeitaufnahmen finden Sie hier. Ein zeitlich hochauflösender Zeitraffer des gesamten heutigen Tages ist hier abrufbar.
Nachtgewitter und Dauerregen: 33 Liter/m²
[23. Juli 2009, 22.00 Uhr]
33,0 Liter pro Quadratmeter ... genau diese Menge ergoss sich vor 60 Minuten aus der Sammelflasche des Hellmann´schen Niederschlagsmessers auf dem Schlickelder Stationsfeld in das zugehörige genormte Messglas. Eine beachtliche 24 Stunden-Menge, bedenkt man, dass ein handelsüblicher Schlickelder Normal-Juli gewöhnlich insgesamt 71,0 Liter zusammenbringt. Zeitlich und auch ursächlich müsste man diese Summe von 33 Litern jedoch nochmals aufteilen ... in 12,6 Liter, die von den recht intensiven, bei uns aber gottlob nicht unwetterartigen Gewittern der vergangenen Nacht stammten. Und in die restlichen satten 20,4 Liter, die uns der frühnachmittägliche und teils starke Dauerregen zwischen 12.15 und 14.40 Uhr auf den durchschnittlichen Gemeindequadratmeter schüttete. (Foto: Webcam-Bild von Punkt 01.19 Uhr in der vergangenen Nacht. Für einen Sekundenbruchteil erleuchtet ein Blitz im “Rücken” der Kamera das Stationsumfeld taghell.)
Wesentlich schlimmer aber war es da schon andernorts zu- und hergegangen. Beispielsweise in Herne-Wanne (NRW), wo innerhalb von 20 Sekunden vermutlich ein Tornado vier Pkw sowie ein Hausdach beschädigte und Bäume entwurzelte. Auch im münsterländischen Seppenrade (Kreis Coesfeld) wurde von tornadoverdächtigen Schäden berichtet. Weitere Tornado-Verdachtsfälle wurden aus Borgholzhausen (Kreis Gütersloh) sowie dem benachbarten Kreis Herford gemeldet. (Nachtrag, 26.07.09: Nach heutigem Stand existieren insgesamt 7 Tornado-Verdachtsfälle (4 NRW, 2 Niedersachsen, 1 Hessen) vom 23.07., von denen der Borgholzhausener Fall inzwischen eindeutig als “unterer” F2-Tornado bestätigt wurde.)
Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Die größte Unruhe scheint beim Wetter nun vorerst vorbei zu sein. Mit Ausnahme einiger, örtlich nochmal kräftiger Kaltluft-Schauer und -Gewitter am morgigen Freitag dürfte sich die Unwetterlage über Deutschland am Wochenende, speziell am Sonntag, dann doch deutlich entspannen.
Licht- und Farbshow am Abend
[17. Juli 2009, 23.50 Uhr]
Nach einigen Schreckmomenten am Morgen aufgrund des Durchzugs einer schmalen Gewitterlinie mit einzelnen aber heftigen Naheinschlägen sowie kleinkörnigem Graupel und einer maximalen Niederschlagsrate von 1,6 Litern pro Quadratmeter und Minute (09.15 Uhr), wurde das Mettinger Land am Abend mit einer beeindruckenden Sonnenuntergangs-Show entschädigt.
Einen zeitlich hochauflösenden Zeitraffer des Schauspiels, aufgenommen von der “Wettercam Schlickelde”, können Sie sich hier nochmals ansehen.
Juni 2009: Weitgehend durchschnittlich
[11. Juli 2009, 19.10 Uhr]
Etwas verspätet blicken wir heute nochmals auf die Witterungsverhältnisse des vergangenen Monats in Mettingen-Schlickelde zurück.
Mit einem Temperaturmittel von exakt 15,7°C fiel der Juni 2009 nur unwesentlich wärmer aus (+ 0,3 K) als es der vieljährige Normalwert der Periode 1961-1990 für unsere Region vorgibt. Zu verdanken ist diese ausgeglichene Bilanz dabei fast ausschließlich den letzten sieben Tagen des Monats, die mit beeindruckenden Tagesmittelwerten zwischen 19,4°C und satten 23,0°C den Schnitt nochmals mächtig anhoben. Bis einschließlich zum 23.06. hatte das vorläufige Monatsmittel mit lediglich 14,0°C nämlich noch recht deutlich im Rückstand gelegen. Der Grund: Eine hartnäckige, deutlich zu kühle Witterungsperiode besonders in der ersten Junihälfte, die zum Teil nur Tageshöchstwerte um 15°C sowie - unglaublich aber wahr - am 6., 13. und 17. sogar nochmals Boden- bzw. Grasfröste von bis zu -3,4°C in fünf Zentimetern Messhöhe gebracht hatte. Der 06.06. bescherte der Wetterstation Mettingen-Schlickelde mit 2,8°C in 2 Metern Höhe sogar die kälteste Juninacht in der 19jährigen Messgeschichte. Sommerlich warm mit zum Teil großer Schwüle (Taupu nkt zeitweise über 20°C) und rekordverdächtig lauen Sommerabenden gestaltete sich dagegen die letzte Juniwoche mit bis zu 28,8°C Monatsspitze am 30.06.. Insgesamt verzeichneten die Messgeräte im Juni 2009 sechs Sommertage mit mindestens 25,0°C, “heiße Tage” mit Temperaturen über 30°C traten dagegen keine auf.
Recht ausgeglichen fällt auch die Niederschlagsbilanz des ersten Sommermonats aus. Insgesamt brachten es die 30 Junitage auf eine Niederschlagshöhe von 76,1 mm. Dies entspricht etwa 95 Prozent des zu erwartenden Normwertes von 80,3 mm (Station Westerkappeln 1961-1990). Absolut dominierend: Der 11.06., an dem durch herbstlich kühlen, windgepeitschten Dauerregen allein 31,4 Liter pro Quadratmeter fielen. Überhaupt konzentrierten sich die Regenfälle überwiegend auf die von Tiefdruckeinfluss dominierte erste Monatshälfte, während zwischen dem 15. und 30.06. nur noch magere 7,8 mm gemessen wurden. 15 Tage blieben mit Messwerten von unter 0,1 mm sogar weitgehend trocken. Starkregenereignisse waren im Juni 2009 dagegen kein allzu großes Thema. Die registrierten Niederschlagsintensitäten erreichten in der Spitze lediglich mäßige 0,8 Liter pro m² und Minute am 11.06..
Der Überblick über die weiteren Monatswerte: Mittl. Relative Luftfeuchte 70,5 % (- 3,6 %), Mittl. Luftdruck 1016,4 hPa (+ 0,5 hPa), Mittl. Windgeschwindigkeit 8,9 km/h. Summe Sonnenscheindauer (DWD-Station Flughafen Münster/Osnabrück) 192,1 Std. (- 1,9 %).
Kräftige Gewitterfront beendet Hochsommerhitze
[03. Juli 2009, 22.00 Uhr]
Eine kräftige Gewitterfront ist am heutigen Nachmittag über den Westen Deutschlands hinweggezogen und hat ab 17 Uhr auch das Mettinger Land überquert. Nachdem die Schlickelder Messgeräte im Vorfeld nochmals hochsommerlich heiße Temperaturen bis 32,5°C registriert hatten, stürzten die Werte beim Durchzug der Front innerhalb von Minuten auf nur noch 19 bis 20°C ab. Neben kurzzeitigen Windböen bis 53,3 km/h brachten es die gewittrigen Starkregenfälle zwischen 17.25 und 18.05 Uhr auf eine Gesamtniederschlagsmenge von 25,2 Litern pro Quadratmeter. Die maximale Niederschlagsintensität wurde um 17.38 Uhr mit 1,8 Litern/m² pro Minute erreicht. Ein zeitlich hochauflösendes Zeitraffer-Video der “Wettercam Schlickelde” vom Durchzug der Gewitterfront finden Sie hier.
Da es sich bei der heutigen Gewitterfront lediglich um eine sogenannte “vorlaufende Konvergenzlinie” handelte, die der eigentlichen Kaltfront noch vorausgeht, ist auch morgen nochmals mit sommerlichen Temperaturen um etwa 25°C zu rechnen, bevor es im Laufe der nächsten Woche deutlich abkühlen dürfte.
(Bild oben: Böenkragen-Ansatz der heranrückenden Gewitterfront / Bild rechts: Dichte Fallstreifen unter einer Starkregenzelle / Fotos anklicken zur Vergrößerung)
Der erste 30er
[02. Juli 2009, 21.20 Uhr]
So kann der Sommer weitergehen: Erster Ferientag in NRW und pünktlich zum Start in die schönsten Wochen des Jahres nun auch hochsommerliche Temperaturen in Schlickelde. Während gestern noch zwei Zehntelgrad gefehlt hatten, erstürmte die Temperaturanzeige am Nagelmanns Moor heute um Punkt 15.27 Uhr und 53 Sekunden erstmals in diesem Jahr die 30°C-Hürde. Mit einem spätnachmittäglichen Maximum von 30,8°C wurde somit heute der erste “Heiße Tag” (mindestens 30,0°C) des Sommers registriert.
Die andere Seite des Hochsommers könnte uns dann morgen und übermorgen drohen ... in Form von örtlich heftigen Schauern und Gewittern!
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