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Erneut kalte Nacht mit Bodenfrost

 

[29. Mai 2010]

 

Nur drei Tage vor dem meteorologischen Sommeranfang hat Väterchen Frost in der vergangenen Nacht nochmals zugeschlagen und die hiesige Gartenbotanik erneut auf eine harte Probe gestellt. Bis auf 2,2°C sank die Messwertkurve in Schlickelde in der offiziellen Hüttenhöhe von 2 Metern ab. An den beiden Bodenmessstellen wurden gar Minima von -0,6°C bzw. -3,2°C erreicht, so dass in den frühen Morgenstunden einmal mehr ein zarter Hauch von Reif dem Sonnenaufgang entgegen glitzerte. Das hier abrufbare kurze Video wurde in der vergangenen Nacht um kurz nach 3 Uhr auf dem Schlickelder Messfeld aufgenommen.

 

Weitere morgendliche Tiefstwerte aus der Region:

 

Station

Minimum 2m

Minimum 5cm

  Münster/Osnabrück

1,8°C

-2,0°C

  Gronau

2,0°C

-0,6°C

  Alfhausen

2,2°C

-1,0°C

  Schlickelde

2,2°C

-0,6°C / -3,2°C

  Ibbenbüren

2,4°C

-1,1°C

  Osnabrück

2,4°C

0,0°C

  Rheine-Bentlage

2,5°C

-0,9°C

  Coesfeld

2,7°C

0,0°C

  Ahaus

2,7°C

n. bek.

  Bersenbrück

3,2°C

n. bek.

  Münster

3,2°C

n. bek.

  Lingen

3,3°C

n. bek.

  Emsdetten

3,4°C

-0,8°C

  Steinfurt

4,2°C

0,0°C

  Nordhorn

4,4°C

-0,7°C

 

 

 


 

 

Kalte Nacht: Bis -3,6°C am Erdboden

 

[26. Mai 2010]

 

Der Mai 2010, er kommt aus den unterkühlten Schlagzeilen auch weiterhin nicht heraus. Nur sechs Tage vor dem meteorologischen Sommerbeginn ging´s in der vergangenen Nacht noch einmal so richtig in den “kalten Keller”. So wurde in den frühen Morgenstunden im Messraum der Klimahütte (2 Meter über Grund) ein Tiefstwert von 2,3°C, in fünf Zentimetern Höhe über unbewachsenem Boden ein solcher von -0,6°C und auf identischem Niveau über Gras sogar ein rekordverdächtiges Minimum von -3,6°C erreicht.

 

Auch in den nächsten Tagen bleibt es weiterhin recht kühl. Nächtliche Bodenfrostgefahr besteht dann aufgrund stärkerer Bewölkung, feuchterer Luft und Regenfällen jedoch nicht mehr.

 

 

 


 

 

Maikäfer flieg´

 

[20. Mai 2010]

 

Maikäfer07Pünktlich zum “Tanz in den Mai” hatte er am frühsommerlich lauen Abend des 28. April erstmals in diesem Jahr Schlickelder Boden betreten, wurde nachfolgend jedoch von der kältesten ersten Maihälte seit mindestens 20 Jahren jäh und heftig wieder ausgebremst. All das ist nun endlich vergessen, und so hörte man es heute abend bei deutlich milderen Temperaturen (16°C um 21 Uhr) im Umfeld der Wetterstation wieder an allen Ecken und Enden brummen, knattern und krabbeln.

 

Ein kurzes Maikäfer-Video finden Sie hier.

 

 

 

 

 


 

 

“Mai ... ist das kalt!”

 

[16. Mai 2010]

 

Wonnemonat? Frühsommer? Biergartenwetter? ... Keine Spur. Wohl jeder hat es in den vergangenen 15 Tagen am eigenen Leib und dem Zwischenstand der Heizkostenabrechnung gemerkt: Dieser Mai ist ein Herbst! Doch nicht nur die subjektive Wahrnehmung stimmt dieses Mal. Auch die knallharten, messtechnischen Fakten sind eindeutig.

 

MaibilanzMit einer Durchschnittstemperatur von 8,2°C war die erste Maihälfte in Mettingen-Schlickelde gegenüber dem vieljährigen Normalwert für den ganzen Monat (Station Münster/Osnabrück: 12,4°C) gleich um satte 4,2 Grad untertemperiert. Die Hälfte der Tage erreichte nicht einmal das Temperaturniveau eines durchschnittlichen Apriltages. Noch deutlicher werden die extremen Temperaturverhältnisse bis zur Wonnemonat-Halbzeit im Vergleich mit den vergangenen Jahren in Schlickelde. Die Ergebnisse zeigt das abgebildete Diagramm. Darin sind die Tageshöchst- bzw. -tiefsttemperaturen zwischen dem 01. und 15. Mai für jedes einzelne Jahr gemittelt dargestellt. Die Kurven sprechen für sich. Lediglich die durchschnittliche Tiefsttemperatur der ersten Maihälfte 1991 konnte den diesjährigen Wert nochmals unterbieten. Leider liegen aus jenem Jahr noch keine Höchsttemperatur-Aufzeichnungen aus Schlickelde vor. Die entsprechenden Daten der Nachbarstationen Hopsten und Rheine-Bentlage lassen mit Durchschnittswerten von 13,1 bzw. 12,8°C jedoch die diesjährigen Messwerte insgesamt noch ganz knapp unter sich. Damit ist auf Grundlage all dieser Daten nun auch zahlenmäßig erwiesen, dass das Mettinger Land gerade die kälteste erste Maihälfte seit mindestens 20 Jahren erlebt hat.

 

Desweiteren fällt in der Grafik im Vergleich mit allen vorangegangenen Jahren ein besonders deutlicher Einbruch speziell der diesjährigen Höchsttemperaturen sowie eine deutlich kleinere Differenz zwischen mittlerem Maximum (11,6°C) und mittlerem Minimum (4,6°C) auf. Zu erklären ist dies in erster Linie durch die Bewölkungsverhältnisse in den vergangenen zwei Wochen. Meist bedeckter Himmel und trüb-regnerisches Wetter drosselten tagsüber zusätzlich eine Erwärmung der ohnehin schon kalten Luftmassen, verhinderten des Nachts jedoch auch eine allzu starke Auskühlung. Die beiden Kurven rücken somit näher zusammen. In früheren Jahren war die Anzahl trockener Hochdrucklagen deutlich höher, die oftmals klaren Nächte somit ähnlich kalt oder noch kälter, die Tage wiederum zum Teil aber recht warm. Es waren also vor allem die rekordverdächtig kühlen Temperaturen tagsüber, die mit Maxima von oftmals nur um oder unter 10°C diesen Monat bis jetzt so stark ins Minus zogen.

 

Doch noch ist nur Halbzeit ... Ein Spiel dauert 90 Minuten, ein Mai 31 Tage und die Zeichen für einen deutlichen Aufwärtstrend pünktlich zu Pfingsten stehen derzeit garnicht schlecht.

 

 

 


 

 

April 2010: Zu warm und viel zu trocken

 

[12. Mai 2010]

 

Zu warm, viel zu trocken und deutlich sonniger als üblich ... so könnte man den diesjährigen zweiten Frühlingsmonat klimatisch in Kurzform charakterisieren. Doch natürlich schauen wir an dieser Stelle traditionsgemäß noch ein bißchen genauer hin.

 

TempDia0410Mit einem Monatsmittel von 9,7°C verzeichneten wir in Schlickelde im April 2010 einen beachtlichen “Temperatur-Überschuss” von +1,5 K gegenüber dem vieljährigen Mittel für unsere Region (Münster/Osnabrück 1961-1990: 8,2°C). Noch beeindruckender ist aber die bemerkenswerte Temperaturspanne von fast 30 Grad, die die Messkurve im April zum Teil innerhalb weniger Tage durchschritt. So wurde die absolute, bereits sommerliche Monatsspitze am 29.05. mit 26,6°C erreicht, nachdem das Thermometer erst sechs Tage zuvor noch mit -1,9°C das andere Ende der Skala markiert hatte. Auf Grasspitzen-Niveau ging´s sogar nochmals bis auf eisige -8,9°C runter. Insgesamt verzeichneten die Messgeräte am Nagelmanns Moor zwischen dem 01. und 30.04. noch 5 Frost-, satte 18 Bodenfrost- und sogar 21 Grasfrosttage mit Tagesminima unter 0°C an den entsprechenden Messstellen. Ermöglicht wurden diese rekordverdächtigen Differenzen zwischen Klimahütte und Erdboden in erster Linie durch zum Teil extrem ausgetrocknete Böden (schlechte Wärmeleitung) sowie natürlich klare und windstille Nächte. Besonders in der letzten Aprilwoche zogen die Temperaturen dann kräftig an und brachten uns sogar die ersten beiden Sommertage des Jahres (Tmax > 25°C). Erwähnenswert sei an dieser Stelle noch die außergewöhnliche Nacht vom 29. auf den 30.04., als selbst nach 2 Uhr noch über 20°C gemessen wurden!

 

NiedDia0410Kommen wir zu den Niederschlagsverhältnissen im April 2010. Und dort werden prompt Erinnerungen an die zum Teil extrem trockenen April-Monate der vergangenen Jahre wach. Nach einigen mäßigen Niederschlägen in den ersten Apriltagen, stellte Petrus seinen Bewässerungsbetrieb ab dem 05.04. mit wenigen, unbedeutenden Ausnahmen praktisch völlig ab. 20 Tage lang summierten sich die sporadischen Tröpfeleien auf einen Kleckerbetrag von gerade einmal 2,8 Litern pro Quadratmeter, und das fatalerweise erneut ausgerechnet zum Beginn der Vegetationszeit. Erst der 30.04. brachte mit 5,9 Litern zumindest wieder ein kleines Aufatmen. Insgesamt blieben im April 2010 nicht weniger als 21 von 30 möglichen Tagen mit Mengen von weniger als 0,1 Liter/m² im Wesentlichen trocken. Jedes Tröpfchen aufsummiert brachte es dann bis zum 30.04. nur auf einen Monatsbetrag von mageren 24,9 Litern pro m². Dies entspricht einem beachtlichen Niederschlagsdefizit von -53 Prozent gegenüber dem 30jährigen Normalwert in unserer Region (Station Westerkappeln 1961-1990). Die maximale Niederschlagsintensität wurde mit 0,7 Litern pro m² und Minute am 30.04. erreicht.

 

Die weiteren Monatsdaten vom April 2010 im Überblick (Abweichungen zum Normalwert in Klammern): Mittl. Relative Luftfeuchte 67,2 % (-6,1 %), Mittl. Luftdruck 1019,4 hPa (+5,1 hPa), Mittl. Windgeschwindigkeit 8,6 km/h, Summe Sonnenscheindauer (DWD-Station Flughafen Münster/Osnabrück) 218,6 Stunden (+37,7 %)

 

 

 


 

 

Fast neuer Mai-Rekord: 8,9°C

 

[07. Mai 2010]

 

Fast, aber auch nur fast wäre es ein neuer Mai-Rekord geworden ... und zwar “nach unten”. Mit einer spätwinterlichen Tageshöchsttemperatur von 8,9°C wurde der heutige 07.05. aber immerhin noch zum zweitkältesten Maitag in Schlickelde seit dem Beginn durchgehender Höchsttemperatur-Aufzeichnungen vor fast 19 Jahren gekührt! Lediglich ein halbes Grad zu viel, um auch den Rekordhalter, den 10.05.1996 mit einer Spitze von 8,5°C, vom Thron zu stoßen. Platz drei geht an den 07. Mai 2004 mit einem Maximum von 9,6°C. Doch auch so war es heute bei bedeckt-grauem Himmel und zeitweiligem Regen schon ungemütlich genug, während in den Mittelgebirgen zum Teil bis in tiefere Lagen sogar nochmal der Winter zurückkehrte.

 

 

 


 

 

Verfrühter Eisheiligen-Gruß: -5,7°C am Erdboden

 

[05. Mai 2010]

 

BodenfrostKaum hatte sich die heimatliche Natur nach den erlösenden Regenfällen der letzten Tage zumindest ein klein wenig von der April-Trockenheit erholt, steht nun auch schon der nächste Wetter-Hammer vor der Tür: Mit satten -5,7°C Schockfrostung sah sich in den heutigen Morgenstunden all das konfrontiert, was nicht mehr als fünf Zentimeter Wuchshöhe aufwies. Erst in einer Messhöhe von zwei Metern über Grund blieben die Werte mit 0,5°C knapp im zarten Plus. Vorgezogene Eisheilige? Möglich, denn kalendarisch stehen uns diese üblicherweise erst im Zeitraum vom 11. bis 15. Mai ins Haus. Während Bodenfrost zu dieser Zeit noch recht häufig zu beobachten ist, treten wirkliche Luftfröste (2 Meter) bis in die erste Maihälfte hinein bei uns in Schlickelde nur relativ selten auf. So beispielsweise am 03.05.1991 mit -1°C sowie am 06.05.1996, an dem durch morgendliche -1,6°C zahlreiche Obstblüten unwiederbringlich verloren gingen.

 

 

 


 

 

Erster Sommertag des Jahres - Rekord bei Temperaturspanne

 

[25. April 2010]

 

“Kurzhosenwetter” in Schlickelde: Mit einer beachtlichen Tageshöchsttemperatur von nicht weniger als 26,3°C wurde heute am “Nagelmanns Moor” erstmals in diesem Jahr die 25°C-Marke überschritten. Der 25.04. darf sich damit nun definitionsgemäß als erster Sommertag 2010 in den Statistiken niederlassen. Nach einem strengen und recht langen Winter sind wir damit dem klimatologischen Zeitplan nun inzwischen sogar 14 Tage voraus. Im 15jährigen Mittel taucht die 25 nämlich üblicherweise erstmals um den 9. Mai herum auf den heimischen Quecksilbern auf, wobei die zeitliche Schwankungsbreite von Jahr zu Jahr natürlich immens ist. Doch damit nicht genug: Fast unglaublich erscheinen all diese Messwerte, wenn man berücksichtigt, dass wir noch in den frühen Morgenstunden mit einem Minimum von mageren +3,0°C in den Sonntag gestartet sind. Am Erdboden gingen die Werte sogar nochmals bis auf frostige -3,7°C zurück. Mit dieser 24stündigen Temperaturspanne von 23,3 K wurde somit in der offiziellen Messhöhe von zwei Metern über Grund ein neuer Stationsrekord aufgestellt, der alte Wert vom 22.04.2007 immerhin um 0,4 Grad überboten. Desweiteren erwähnenswert wäre schließlich noch der heutige Beginn der Apfelblüte in Schlickelde, die damit nun den  klimatologischen Vollfrühling einläutet und einen bemerkenswerten Wettertag würdig abrundet.

 

Ein paar kurze Video-Impressionen des heutigen Tages an der Wetterstation Mettingen-Schlickelde finden Sie hier.

 

 

 


 

 

Trockenheit nimmt zu: Hohe Waldbrandgefahr!

 

[23. April 2010]

 

Der Trend zu längeren Trockenperioden im Monat April, er scheint sich auch in diesem Jahr wieder zu bestätigen. Nachdem im April des vergangenen Jahres nur 39 Prozent, im April 2007 sogar nur knapp 5 Prozent (!) der normalen Niederschlagsmenge registriert worden waren, geizt auch der diesjährige zweite Frühlingsmonat mit Nass von oben. So machen die bis heute gefallenen 16,5 Liter pro m² lediglich 31 Prozent des Normwertes für einen gesamten April aus. In den vergangenen 18 Tagen verirrten sich insgesamt überhaupt nur 2,8 Liter/m² in den Schlickelder Niederschlagsmesser. Mit immer deutlicheren Folgen für die Natur: Der Waldbrandgefahrenindex beispielsweise, ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst, erreicht in unserer Region inzwischen verbreitet die zweithöchste von insgesamt fünf Abstufungen. Eine weitere Auswirkung: Die hiesigen, ausgetrockneten Sandböden können tagsüber durch schlechtere Leiteigenschaften immer weniger Wärme in tiefere Bodenschichten transportieren, die in den sternenklaren Nächten dann in umgekehrter Fließrichtung nicht mehr für die Abbremsung der Abkühlungsraten zur Verfügung steht. Das Ergebnis konnte man auch am heutigen Morgen wieder am Thermometer ablesen: -1,9°C (2 Meter) bzw. sogar rekordverdächtige -8,9°C auf Höhe der Grasspitzen.

 

 

 


 

 

Trockene Luft - Frostige Nächte

 

[18. April 2010]

 

Während derzeit tagsüber prächtigstes Frühlingswetter bei strahlendem Sonnenschein und bis zu 20,7°C herrscht, sinken die Werte in den glasklaren Nächten zum Teil wieder bis in den Frostbereich. So wurde heute in den frühen Morgenstunden eine Tiefsttemperatur von -0,3°C, gestern sogar eine solche von -1,3°C erreicht. Auf Grasspitzen-Niveau registrierten die Sensoren des Schlickelder Messfeldes sogar Minima von bis zu -8,1°C.

 

Ermöglicht werden diese Bedingungen durch sehr trockene Luftmassen sowie die bereits deutlich fortgeschrittene Austrocknung der Böden. Nachdem in den letzten 14 Tagen jeder Mettinger Quadratmeter nur 3,4 Liter Regenwasser erhielt, sackte die Messwertkurve der relativen Luftfeuchte am heutigen Nachmittag auf ein relativ seltenes Minimum von unter 25 Prozent ab.

 

 

 


 

 

Vulkanausbruch: Aschewolke erreicht Norddeutschland

 

[16. April 2010]

 

Nach dem Ausbruch des isländischen Vulkans “Eyjafjallajökull” hat dessen gewaltige Aschewolke unter südöstlicher Verfrachtung nach Nord- und Nordwesteuropa in den vergangenen Stunden auch den norddeutschen Raum erreicht. Während der Flugverkehr über den Britischen Inseln und Norwegen bereits seit gestern aus Flugsicherheitsgründen eingestellt wurde, ist um 2 Uhr in der vergangenen Nacht als eines der ersten deutschen Luftdrehkreuze auch der Flughafen Münster/Osnabrück vollständig geschlossen worden. Bis auf weiteres finden keine Starts und Landungen mehr statt. Eine Wiederaufnahme des Flugbetriebes wird nicht vor 18 Uhr erwartet. Zum jetzigen Zeitpunkt (14.30 Uhr) ist in Deutschland nur noch der internationale Flughafen München geöffnet. Es wird erwartet, dass im Laufe des Tages auch dort der Flugverkehr eingestellt werden muss.

 

Abseits von den Beeinträchtigungen im Flubetrieb ist derzeit mit keinen unmittelbaren negativen Auswirkungen zu rechnen. Da sich die Emissionen des Vulkans über unserem Bereich bereits deutlich ausgedünnt haben und sich zudem überwiegend in Luftschichten zwischen 8 und 10 Kilometern bewegen, dürfte man am Erdboden von dem Naturereignis nicht viel mitbekommen. Möglich ist allerdings eine Veränderung der Farbeffekte speziell bei Sonnenauf- und -untergang in den kommenden Tagen.

 

 

 


 

 

März 2010: Zu warm, normale Niederschläge

 

[09. April 2010]

 

TempDia0310Markant zweigeteilt, so präsentierte sich in den vergangenen Wochen der erste Frühlingsmonat des Jahres. Während die erste Hälfte des März 2010 noch stark mit den Nachwehen eines der strengsten Winter seit vielen Jahren in unserer Region zu kämpfen hatte, setzte ab dem 16.03. ein markanter “Frühlingsschub” ein, der die Höchsttemperaturen innerhalb von nur drei Tagen von knapp über 6°C bis auf fast 18°C ansteigen ließ. Dabei hatten Neuschneefälle noch am 5. März  für eine bis zu sechs Zentimeter mächtige Schneedecke gesorgt, deren letzte Reste noch bis zum 11.03. zu finden waren.

 

Schlussendlich mittelten sich alle 31 Tagesmitteltemperaturen im März 2010 zu einem Monatswert von exakt 5,6°C. Damit lagen wir schließlich doch noch beachtliche 1,4 K über dem vieljährigen Normal der Jahre 1961-1990 (Station Münster/Osnabrück). Dies war der überaus frühlingshaft milden zweiten 090310Monatshälfte zu verdanken, die den deutlich negativen Schnitt der ersten 16 Tage mehr als ausglich. So wurde am 25.03. mit T-Shirt tauglichen 20,9°C die absolute Temperaturspitze des gesamten Monats erreicht. Selbst um 0 Uhr in der folgenden Nacht verharrte die Anzeige noch bei rekordverdächtig lauen 15,6°C, so dass das entsprechende Tagesmittel mit 16,2°C fast dem eines durchschnittlichen Schlickelder Julitages entsprach. Das andere Ende der Extrema-Skala prägte klar der 7. März, in dessen Frühstunden die Quecksilbersäule auf knackige -9,7°C (2 Meter Höhe) bzw. eisige -14,9°C knapp über der frischen Schneedecke abstürzte. Den 11 Frosttagen mit Minima unter 0°C standen im März 2010 immerhin schon 7 Frühlingstage mit mindestens 15°C in der Spitze gegenüber. Und genau diese sorgten schließlich für einen immensen Vegetationsschub, mit den ersten offenen Krokusblüten am 17. sowie dem ersten zaghaften Forsythiengelb ab dem 27.03. (Vorjahr 31.03.). (Foto rechts: Abendlicher Mittellandkanal bei Recke am 09.03.2010)

 

NiedDia0310Keine so großen Extreme verzeichneten die Geräte auf dem Schlickelder Messfeld bei den Niederschlägen. Insgesamt summierten sich alle Tagesniederschläge auf einen Endstand von 64,1 Litern pro Quadratmeter. Dies entspricht einer Abweichung zur März-Norm von nur etwa + 4 Prozent (Westerkappeln 1961-1990: 61,7 L/m²), so dass man von weitgehend normalen Verhältnissen sprechen kann. 12 Tage blieben mit Werten unter 0,1 mm definitionsgemäß trocken, die maximale Niederschlagsrate wurde in der Nacht vom 20. auf den 21.03. mit 0,9 Litern pro Minute dokumentiert. Eine ganztägig geschlossene Schneedecke gab es nur mehr am 06. März, während das Messfeld am 7., 8. und 9.3. nur noch zu 70 bis 95 Prozent mit Schnee bedeckt war.

 

Die weiteren Monatsdaten in der Übersicht (Abweichungen in Klammern): Mittl. Relative Luftfeuchte 78,5 % (+0,3 %), Mittl. Luftdruck 1016,5 hPa (+1,7 hPa), Mittl. Windgeschwindigkeit 10,1 km/h, Summe Sonnenscheindauer (DWD-Station Flughafen Münster/Osnabrück) 109,9 Std. (+/- 0,0 %).

 

 

 


 

 

Protestaktion: Wetterstation wird abgeschaltet

 

[01. April 2010, 02.00 Uhr]

 

Die Wetterstation Mettingen-Schlickelde gibt hiermit öffentlich bekannt, dass ab morgen mittag (12 Uhr) der gesamte Mess- und Beobachtungsbetrieb der Station sowie deren Webseite auf unbestimmte Zeit erstmals in ihrer Geschichte vollständig abgeschaltet wird. Wie zahlreiche weitere Stationen staatlicher und privater Messnetze in Deutschland sowie des benachbarten Auslandes, schließt sich damit auch die Schlickelder Station solidarisch einer groß angelegten und bisher geheim gehaltenen Protestaktion an, die aktiv ein Zeichen gegen die derzeitige Inhaftierung des Schweizer TV-Meteorologen Jörg Kachelmann setzen möchte. Ziel der Aktion ist ein zumindest teilweiser Zusammenbruch der meteorologischen Infrastruktur sowie des routinemäßigen Vorhersagebetriebes, dessen wirtschaftliche Konsequenzen den Druck hinsichtlich einer Freilassung Herrn Kachelmanns erhöhen sollen. Desweiteren soll auch als äußeres, symbolisches Zeichen an allen beteiligten meteorologischen Stationen am Windmast eine weiße Fahne mit schwarzem Kreuz gehisst werden, in abgewandelter Anlehnung an die Schweizer Nationalflagge.

 

Ein offizielles Ende der Aktion steht derzeit noch nicht fest und richtet sich unter anderem nach dem weiteren Ermittlungsverlauf im Fall Kachelmann. Eine Fortsetzung bis zur Freilassung des Angeklagten sei durchaus denkbar, so die Initiatoren.

 

Station läuft noch, Webseite läuft noch, nix Fahne ...  April, April!!

 

 

 


 

 

Die 20 ist geknackt

 

[25. März 2010]

 

Erstmals seit dem 07. Oktober wurde heute in Mettingen-Schlickelde wieder die 20°C-Marke geknackt: Um Punkt 13.49 Uhr registrierten die Sensoren auf dem Messfeld am Nagelmanns Moor einen Tageshöchstwert von exakt 20,9°C. Bereits gestern war das Thermometer in ähnlich frühlingshafte Höhen gestürmt, hatte mit einem Maximum von 19,5°C die 20er-Grenze aber noch knapp verfehlt. Besonders beeindruckend: Selbst kurz vor Mitternacht wurden am heutigen Abend noch absolut rekordverdächtig sommerlich-laue 16°C gemessen ... Grill schon “entstaubt”?

 

 

 


 

 

Endlich! ... Da isser: 17,6°C

 

[18. März 2010]

 

Foto 20Lange haben wir geduldig auf ihn warten müssen ... jetzt hat er auch in Mettingen Einzug gehalten: Der Frühling! Nachdem bereits gestern bei nur unwesentlich durch Schleierbewölkung geschwächtem Sonnenschein bis zu 13,6°C gemessen worden waren, stiegen die Werte auf dem Schlickelder Messfeld heute bis auf T-Shirt taugliche 17,6°C an. Dies entspricht nicht nur dem bis jetzt natürlich absoluten Maximum des Jahres, sondern auch der höchsten Temperatur seit sage und schreibe über 160 Tagen! Genauer gesagt seit dem 06. Oktober 2009, der uns damals 21,2°C beschert hatte. Zudem bremste aufziehende Bewölkung heute abend die üblicherweise noch sehr großen Abkühlungsraten beträchtlich, so dass selbst kurz vor Mitternacht noch ungewöhnliche “laue” 13°C gemessen wurden.

 

Im statistischen Mittel werden Temperaturen über 15°C üblicherweise erstmals im Jahr um den 12. März herum erreicht, wobei die Schwankungsbreite allerdings sehr groß ist (Wetterstation Mettingen-Schlickelde 1992-2007). Auch in den kommenden Tagen bleiben uns die milden bis frühlingshaften Temperaturen erhalten, die Sonne aber leider nicht. Ausgedehnte Regengebiete werden wohl für ein eher nasses Wochenende sorgen.

 

 

 


 

 

Schneetief “Yve” bringt Winter zurück

 

[06. März 2010]

 

Das Schneetief “Yve” hat nach einigen milderen Tagen in den vergangenen 24 Stunden zumindest vorübergehend nochmal den Winter nach Mettingen zurückgebracht. Nach zunächst recht freundlichem Wetter zogen bereits am gestrigen Nachmittag von Nordwesten her die ersten dichten Wolken auf, aus denen am frühen Abend dann bei langsam Richtung 0°C sinkenden Temperaturen Dauerschneefall einsetzte. Weitere Schneeschauer, einige Kilometer östlich (Raum Bramsche/Osnabrück) sogar Wintergewitter, sorgten nachts für weiteren Schneenachschub, so dass sich bis zum heutigen Morgen eine geschlossene Schneedecke von beachtlichen 5 bis 6 Zentimetern Mächtigkeit ausbilden konnte. In den folgenden Stunden setzte dann bei strahlender und schon kräftiger Märzsonne sowie Spitzenwerten bis +1,0°C allerdings rasch wieder leichtes Tauwetter ein. Dennoch: In der kommenden Nacht kann es in der eingeflossenen Polarluft kräftig auskühlen. Während in der offziellen Messhöhe von zwei Metern über Grund Werte bis -8°C erwartet werden, liegen direkt über der Schneedecke sicherlich Minima um -15°C im Bereich des Möglichen.

 

Einen Schnelldurchlauf der Passage von “Yve”, festgehalten von der “Wettercam Schlickelde”, können Sie sich hier nochmals anschauen.

 

 

 


 

 

Februar 2010: Zu kalt und zu nass

 

[01. März 2010]

 

1. März, meteorologischer Frühlingsanfang. Zeit, noch mal zurück zu blicken auf den dritten und somit letzten Monat eines der strengsten Winter der letzten Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte.

 

TempDia0210Der klimatologische Februar 2010, er erreichte in Mettingen-Schlickelde nach Auswertung aller 28 Tagesdatensätze eine Monatsmitteltemperatur von nur 0,7°C. Das entspricht einer Abweichung von -0,7 K gegenüber dem vieljährigen Normalwert der Jahre 1961-1990 in unserer Region (Station Münster/Osnabrück: 1,4°C). Damit geht der letzte Wintermonat der Saison als etwas zu kalt in die Klimastatistik ein. Während etwa ab dem 20.02. eine deutliche Milderung einsetzte, zeigten sich die ersten zwei Monatsdekaden über weite Strecken noch zum Teil tief winterlich kalt. Das absolute Minimum wurde mit -14,0°C am frühen Rosenmontagsmorgen (15.02.) erreicht. Knapp über der geschlossenen Schneedecke zitterte sich das Quecksilber sogar bis auf -18,7°C hinunter. Das andere Skalenende prägte der 26.02. mit einem vorfrühlingshaften Höchstwert von 12,7°C. Insgesamt erlebte Mettingen im Februar 2010 satte 18 Frosttage mit Minima unter 0°C sowie beachtliche 8 Eistage, an denen auch die Tagesmaxima unter dem Gefrierpunkt lagen. Vom 7. Kanal020210bis zum 16.02. herrschte über 213 Stunden lang sogar durchgehender Dauerfrost. (Foto: Am 2. Februar bei Recke - Wegen eines inzwischen durchgehenden, dicken Eispanzers ist der Mittellandkanal auf ganzer Länge (326 Kilometer) voll gesperrt. Ein Klick ins Bild öffnet einen kurzen Videoschwenk.)

 

Im Gegensatz zur Temperaturbilanz fällt die Niederschlagsauswertung der vergangenen 28 Tage deutlich überdurchschnittlich aus. Mit einer Gesamtsumme von 68,1 Litern Wasser bzw. geschmolzenen Schnees pro Mettinger Quadratmeter wurde der Sollwert gleich um über 32 Prozent überboten (Westerkappeln 1961-1990: 51,5 L/m²). Am nassesten: Gleich der 2. Februar, der mit phasenweise in Regen übergehenden Schneefällen innerhalb 24 Stunden insgesamt 10,8 Liter “zusammenflöckelte”. Überhaupt war Schnee auch im letzten knappen Drittel des “Weißen Winters” das absolut beherrschende Thema. Vom 1. bis zum 21.02. NiedDia0210verzeichneten rund um die Uhr unermüdliche Beobachteraugen in Schlickelde satte 14 Tage mit einer vollständig geschlossenen, bis zu 12 Zentimeter mächtigen Schneedecke sowie immerhin noch 4 Tage mit einem Schneebedeckungsgrad zwischen 80 und 95 Prozent. All das immer bezogen auf die Messfeldfläche innerhalb der Stationsumzäunung. Erst am 21.02. setzte dann durchgreifendes Tauwetter ein, welches innerhalb kürzester Zeit dann auch die letzten Schneereste beseitigte. Neue Schneefälle gab es in der deutlich milderen Luftmasse nachfolgend bis Monatsende keine mehr.

 

Die weiteren Monatsdaten mit Abweichungen in der Übersicht: Mittl. Relative Luftfeuchte 87,0 % (+5,5 %), Mittl. Luftdruck 1003,7 hPa (-12,2 hPa!), Mittl. Windgeschwindigkeit 10,6 km/h, Summe Sonnenscheindauer (DWD-Station Flughafen Münster/Osnabrück) 27,3 Std. (-64,2 %!).

 

 

 


 

 

Orkan “Xynthia” verschont Mettingen

 

[01. März 2010]

 

Während er in weiten Teilen NRW´s mit Windspitzen von bis zu 137 km/h (Kalterherberg) zum Teil erhebliche Schäden und tragischerweise auch zwei Todesopfer verursachte, verlief Orkan “Xynthia” in Mettingen gestern glücklicherweise relativ harmlos. Exakt am nördlichen Rand des eigentlichen Starkwindfeldes gelegen schafften es die stärksten Windböen hier um kurz vor halb 9 Uhr am Abend lediglich auf 77,0 km/h. Dies entspricht dem unteren Bereich von Windstärke 9 (Sturm), die durch Windgeschwindigkeiten zwischen 75 und 88 Kilometern pro Stunde definiert ist. Über nennenswerte Schäden im Gemeindegebiet wurde nichts bekannt. Insgesamt forderte Orkan “Xynthia” in Europa mindestens 56 Todesopfer.

 

Einige Windspitzen aus dem Mettinger Umland: Flughafen Münster/Osnabrück 86 km/h, Osnabrück 83 km/h, Rheine-Bentlage 83 km/h, Lingen 79 km/h.

 

 

 


 

 

10°C-Hürde wieder übersprungen

 

[24. Februar 2010]

 

Einer der strengsten Winter der vergangenen Jahrzehnte, erstmals zeigt er Schwächen: Mit einem Tageshöchstwert von 11,5°C stieg die Quecksilbersäule heute nach beachtlichen 80 Tagen im Tiefflug erstmals seit dem Nikolaustag wieder über die 10°C-Marke. Der heutige 24.02. war damit in Schlickelde der “wärmste” Tag seit Ende November. Doch Achtung, noch ist der winterliche Bann nicht gänzlich gebrochen. Bereits für das Ende der kommenden Woche deuten derzeit einige Modelle einen erneuten Temperaturrückgang an.

 

 

 


 

 

Eisiger Rosenmontag

 

[15. Februar 2010]

 

Maske+Ob Köln, ob Mainz oder auch Recke, in diesem Jahr gab es in allen Karnevalshochburgen letztlich nur ein gültiges Motto: “Warm schunkeln”! Mit einem morgendlichen Tiefstwert von -14,0°C (-18,7°C knapp über Schneedecke) und einer dauerfrostigen Spitze von -1,3°C erlebte das Mettinger Land heute den kältesten Rosenmontag seit Jahren. Und auch die geschlossene Schneedecke will 14 Tage vor Ende des meteorologischen Winters weiterhin nicht endgültig weichen. Vielleicht ja in den nächsten Tagen, denn: Am Aschermittwoch ist alles vorbei!

 

Einen Schnelldurchlauf des Mettinger Rosenmontagswetters 2010 können Sie sich hier nochmals anschauen.

 

 

 

 


 

 

2009/2010 - Ein echter Jahrhundertwinter?

 

[06. Februar 2010]

 

“Schneechaos, Rekordkälte, Jahrhundertwinter”, nur drei der medienwirksamen Schlagzeilen, die uns seit Wochen zwischen Morgenzeitung und Abendnachrichten durch den Tag begleiten. Doch stimmt das wirklich? War der bisherige Winterverlauf tatsächlich so außergewöhnlich oder gar jahrhunderthaft?

 

In der Meteorologie ist der Winter definiert als Zeitraum vom 01. Dezember bis zum 28. bzw. 29. Februar. Folglich hat gerade erst das letzte knappe Drittel der kalten Jahreszeit begonnen und Zwischenbilanzen können sich somit sinnvollerweise zunächst auch nur über den bisherigen Abschnitt, sprich die Monate Dezember und Januar, erstrecken. Zweckmäßig ist es nun, alle Tageshöchst- und -tiefsttemperaturen dieser ersten beiden Wintermonate heranzuziehen und über den gesamten Zeitraum zwischen dem 01.12. und dem 31.01. zu mitteln. Die Ergebnisse dieser Auswertung zeigt das abgebildete Diagramm sowohl für den jetzigen als auch alle 20 vorangegangenen Winter in Mettingen, wobei Höchstwerte aus den ersten beiden Jahren noch keine

vorlagen. Die Schlussfolgerungen sind eindeutig und sofort ersichtlich: Wir haben gerade die ersten zwei Drittel Wintervergleich+eines des kältesten Winter hinter uns, die Mettingen in den vergangenen mindestens zwanzig Jahren erlebt hat. Aber es wird auch klar: Selbst in dieser klimatologisch eher kurzen Zeitspanne gab es bereits zwei weitere entsprechende Winterabschnitte, nämlich die der Jahre 1995/1996 sowie 1996/1997, die tatsächlich noch deutlich kälter ausgefallen waren. Somit schafft es der derzeitige Winter, zumindest bis zum jetzigen Zeitpunkt, lediglich auf Platz 3 all seiner eisigen Artgenossen nach 1989. Von einem Rekord- oder gar Jahrhundertwinter kann in Mettingen also diesbezüglich derzeit keine Rede sein.

 

Soweit die objektiven Zahlen. Was aber macht diesen Winter nun subjektiv scheinbar zu einem solch extremen Ausreißer? Auch

hier bietet die Temperaturkurve eine mögliche Antwort. So fielen die Monate Dezember und Januar gerade der kürzlich vergangenen Jahre zum Teil extrem mild aus. Ja mehr noch: 2006/2007 erlebten wir mit durchschnittlichen Tageshöchstwerten von über 8 und Tiefstwerten von etwa 4 Grad Celsius sogar den absoluten Spitzenreiter seit mindestens zwanzig Jahren. Kein Wunder also, dass uns ein derart starker “Einbruch” in diesem Winter nun so extrem erscheint. Doch nicht nur die Temperaturen beeinflussen hier unsere Wahrnehmung. Es gibt noch einen ganz anderen, bisher unberücksichtigten Faktor, der unser “Bauchgefühl” in diesem Winter entscheidend mit prägt: Der Schnee. Und hier trifft unser Bauchgefühl nun tatsächlich ins Schwarze oder vielmehr ins Weiße: Nie zuvor in der Geschichte der Schlickelder Station zeigten sich derart beständige und hartnäckige Schneeverhältnisse wie in den vergangenen Wochen. 33 aufsummierte Tage mit einer geschlossenen, zeitweise bis zu 16 Zentimeter mächtigen Schneedecke zwischen dem 16. Dezember und 31. Januar, das ist einsame Spitze. Im Januar waren überhaupt nur sieben Tage “grün gefleckt” oder gänzlich schneelos.

 

Wie auch immer es bis zum 1. März weitergehen mag, wir bleiben auch weiterhin am Ball. Und wer weiß, vielleicht heißt es am Ende schließlich doch noch: Der Winter 2009/2010 war ein echter Jahrhundertwinter.

 

 

 


 

 

Heute vor 8 Jahren: 18,0°C

 

[02. Februar 2010]

 

Während sich heute das Mettinger Land unter der Regie von Schneetief “Miriam” noch fest im eisigen Griff eines ungewöhnlich harten Winters befand, zeigt ein Blick ins Wetterarchiv, wie ein 2. Februar mitunter auch aussehen kann: “Morgens und vormittags noch wolkig, gegen Mittag Bewölkungsrückgang und nachmittags/abends durchgehend fast wolkenlos (Cirrus) oder wolkenlos. Tageshöchsttemperatur: 18,0°C. Selbst nachts nicht unter 10,1°C. T-Shirt-Wetter auf Terrasse und Balkon!” Eine sehr kräftige Südwestströmung zwischen einem Tief über Island und einem Hoch auf dem Balkan bescherte Schlickelde damals im Jahr 2002 eine Laune des Wetters, die in dieser Art vielleicht nur alle paar Jahrzehnte einmal auftritt. Übrigens: Das verantwortliche Tief damals hieß ... genau: Miriam! Der nächste Frühling kommt bestimmt ...

 

 

 


 

 

Januar 2010: Viel zu kalt und viel zu trocken

 

[01. Februar 2010]

 

Ein Wintermonat wie aus dem Bilderbuch ging gestern zuende, soviel ist klar. Doch wie sah der erste Monat des neuen Wetterjahres 2010 witterungsmäßig genau aus? Dieser Frage gehen wir nun rückblickend noch einmal detailliert nach.

 

TempDia011002Es dürfte wohl niemandem entgangen sein: Der Januar 2010 war zu kalt. Deutlich zu kalt sogar, legt man als Normalwert definitionsgemäß die gemittelte Januartemperatur der Jahre 1961-1990 in unserer Region zugrunde (+1,2°C). Mit einem Monatsmittel von -2,1°C wurde dieses in den vergangenen 31 Tagen um satte 3,3 Grad unterboten. Ein wirklich ungewöhnlich kalter Januar also. Jedenfalls im Vergleich mit den entsprechenden Vertretern der letzten Jahre, die Abweichungen zwischen -1,3 und sage und schreibe +4,9 K gebracht hatten. Auch die weiteren frostigen Fingerabdrücke dieses lupenreinen Wintermonats können sich wahrlich lesen lassen: 27 Frosttage mit Minima unter 0°C, 18 Tage, die das Quecksilber überhaupt nicht ins “Plus” stiegen ließen (“Eistage”) und über 240 Dauerfrost am Stück (01.-11.01.). Knackige Kältespitze: Der 27. Januar, der die Celsiusskala bis zu einem Monatstiefpunkt von -15,6°C hinabrauschte. Wenige Zentimeter direkt oberhalb der geschlossenen Schneedecke waren am Vortag sogar -19,8°C gemessen worden. Bescheidener Gegenpol dieser Kältebewegung: Der 18.01., an dem sich die Quecksilbersäule auf ein Monatsmaximum von +5,6°C verstieg. Jede einzelne Minute aufsummiert, verlief die Messwertkurve der Lufttemperatur in 2 Metern Höhe im Januar 2010 aber überhaupt “nur” 192 Stunden und 43 Minuten oberhalb der Null-Grad-Marke.

 

NiedDia0110Doch er war nicht nur zu kalt, der Januar 2010 in Mettingen. Er drückte dem Tüöttenstädtchen noch einen ganz anderen, unverwechselbaren Stempel auf: Den Schnee. Weit zurückgehen muss man in den Statistiken, um einen vergleichbar hartnäckig “weißen” Monat zu finden. Um´s kurz zu machen: Ich habe keinen finden können. 23 von 31 möglichen Tagen mit geschlossener, bis zu 16 Zentimeter (03.01.) mächtiger Schneedecke: Ich bin der Meinung, das war ... Spitze! Lediglich vom 18. bis zum 24. und nochmals kurz am 28. Januar zeigte sich das Schneewunderland Mettingen “grün befleckt” oder gänzlich schneelos. So überrascht es denn auch nicht, dass der weitaus größte Teil allen Wassers der vergangenen 31 Tage nicht vom Himmel tropfte sondern rieselte. Insgesamt summiert sich all dies Getropfe und Geriesele schlussendlich auf einen Monatsgesamtstand von dennoch nur 41,3 Litern pro Quadratmeter. Dies entspricht einem doch beachtlichen Niederschlagsdefizit von -42,2 Prozent gegenüber dem Normalwert (Westerkappeln 1961-1990: 71,5 L/m²). Tagesspitzenreiter: Der 29.01. mit 9,5 Litern innerhalb von 24 Stunden. 11 Tage blieben mit Mengen unterhalb der 0,1mm-Marke weitgehend trocken.

 

Die weiteren Monatsdaten des Januar 2010 im Überblick (Abweichungen in Klammern): Mittl. Relative Luftfeuchte 90,1 % (+4,6 %), Mittl. Luftdruck 1015,2 hPa (-0,2 hPa), Mittl. Windgeschwindigkeit 10,3 km/h, Summe Sonnenscheindauer (DWD-Station Flughafen Münster/Osnabrück) 28,4 Std. (-37,3 %).

 

 

 


 

 

Eisschrank Schlickelde: Dauerfrost bis -15,6°C

 

[27. Januar 2010]

 

Einer der kältesten Winter der vergangenen Jahrzehnte sorgt auch weiterhin für eisige Schlagzeilen. Nach einigen wenigen Tagen mit leichter Milderung und Tageshöchstwerten von bis zu 5,6°C am 18. Januar, befinden sich die Quecksilberstände seit dem 21.01. bereits wieder durchweg im Minus und in einer rasanten Talfahrt. Nach einem Tiefstwert von -11,5°C am 25.01., wurden in den vergangenen zwei Nächten sogar Temperaturen von -15,2 bzw. -15,6°C erreicht. Die beiden Messstellen knapp über der geschlossenen Schneeoberfläche meldeten sogar Eisschrankwerte von knapp -20°C. Mit dieser ganz großen Kälte ist es nun vorerst allerdings vorbei. Nicht jedoch mit den winterlichen Verhältnissen: Bereits in diesen Stunden rollt von Norden eine kräftige, sogenannte “maskierte” Kaltfront heran, die zwar eine Milderung und nur noch moderat frostige Temperaturen, dafür aber auch zum Teil kräftige und ergiebige Schneefälle mit sich bringt. Mit sehr unangenehmen Folgen für den Straßen- und evtl. auch Bahnverkehr muss also in den nächsten Tagen wieder gerechnet werden.

 

 

 


 

 

Dezember 2009: Zu kalt, niederschlagsmäßig normal

 

[16. Januar 2010]

 

Nach einem extrem milden November 2009 stellt sich an dieser Stelle nun die Frage: Wie ging es im letzten Monat des Jahres und gleichzeitig ersten Wintermonat der Saison witterungstechnisch weiter? Konnte sich die milde Luft weiterhin halten?

 

TempDia0110+Nein, so lautet die eindeutige Antwort. Zwar begann auch der Dezember zunächst weitgehend unverändert, entwickelte dann jedoch eine markante zeitliche Dreiteilung: Nach einer milden ersten Monatsdekade (01.-10.12.) mit Tagesmitteln zwischen 1,4 und beachtlichen 9,6°C, sanken die Werte zur Monatsmitte kontinuierlich unter den Gefrierpunkt und erreichten am 19. Dezember nach einem heftigen Kaltluftvorstoß den tiefsten Stand seit vielen Jahren mit einem Mittelwert von sage und schreibe -12,5°C und einer Tagesspitze von nur knapp über -10°C! Ebenso schnell ging es danach zu Beginn der dritten Dekade wieder aufwärts, die dann Tagesmitteltemperaturen von meist um 0°C brachte. Lediglich am 25., 26. und 27.12. erreichte das Quecksilber infolge des typischen “Weihnachtstauwetters” durch atlantischen Tiefdruckeinfluss Werte im zum Teil deutlichen Plusbereich.

 

Insgesamt fiel der Dezember mit einem Monatsmittel von 1,6°C trotz des milden Beginns dennoch am Ende um immerhin 0,8 K zu kalt aus (Mittel 1961-1990 Station Münster/Osnabrück: 2,4°C) und brachte in der zweiten Monatshälfte zum Teil hochwinterliche Temperaturverhältnisse mit strengen Frösten. Der absolute Tiefstwert wurde am 19. Dezember mit -16,7°C registriert. Knapp über der frisch gefallenen Schneedecke wurden sogar eisige -22,9°C erreicht! Dem gegenüber stand ein Spitzenwert von immerhin 11,4°C, den die Messgeräte am Nikolaustag verzeichneten. Von 31 möglichen wurden an 18 Tagen Tiefstwerte unter dem Gefrierpunkt registriert (“Frosttage”), an 7 Tagen blieb auch der Höchstwert unter Null (“Eistage”). Vom 16.12. bis in die Nacht auf den 22.12. herrschte sogar durchgehender Dauerfrost.

 

NiedDia0110+Fast exakt den gemittelten Vergleichswert der Jahre 1961-1990 traf dagegen die Niederschlagssumme im Dezember 2009 in Mettingen-Schlickelde. Mit punktgenau 80,0 Litern pro Quadratmeter fehlten schlussendlich nur noch unbedeutende 0,2 Prozent auf den entsprechenden “Normalwert” der DWD-Station Westerkappeln. Die größte 24 Stunden-Summe schaffte der 10.12. mit 17,3 Liter/m², während andererseits 8 Tage völlig trocken blieben (< 0,1 L/m²). In der ersten Monatshälfte fielen alle Niederschläge dabei durchweg als Regen, ab dem 15.12. dann fast durchweg als Schnee. Lediglich über die Weihnachtstage und z.T. noch etwas danach gingen sie durch die deutliche Milderung erneut in Regen, am Abend des 30.12. kurz auch in sehr gefährlichen Eisregen über, der besonders im Raum Osnabrück für starke Verkehrsbehinderungen sorgte. Der Hauptbahnhof Münster war sogar mehrere Tage lang weitgehend vom Fernverkehr abgeschnitten. Und ... es lag Schnee! Zehn Tage insgesamt sogar in Form einer geschlossenen Schneedecke (17.-24.12. und 30./31.12.) mit maximalen Schneehöhen von bis zu sechs bzw. am Silvestertag sogar 7 bis 8 Zentimetern. Weiße Weihnachten? ... Dazu erfahren Sie hier mehr.

 

Die weiteren Daten vom Dezember 2009 im Überblick: Mittl. Relative Luftfeuchte 89,3 % (+2,8 %), Mittl. Luftdruck 1007,3 hPa (-7,4 hPa!), Mittl. Windgeschwindigkeit 10,1 km/h, Summe Sonnenscheindauer (DWD-Station Flughafen Münster/Osnabrück) 39,6 Std. (-0,3 %)

 

 

 


 

 

Erste Januarhälfte rekordverdächtig kalt

 

[15. Januar 2010]

 

Mitte des Monats, Zeit für eine kleine Zwischenbilanz: Wie nicht anders zu erwarten war, fällt die bisherige Auswertung der Temperaturaufzeichnungen ziemlich eindeutig aus. So berechnet sich der Durchschnitt aller bisherigen 15 Tagesmittel zu genau -2,8°C. Berücksichtigt man den Normalwert der Periode 1961-1990 für den (allerdings gesamten!) Monat Januar in unserer Region von +1,2°C, so ergibt sich derzeit für Schlickelde in der ersten Monatshälfte eine negative Abweichung von rekordverdächtigen 4,0 K. Noch kälter dürften lediglich die ersten zwei Januarwochen des Jahres 1997 gewesen sein, während derer die Werte zum Teil auf absolute Minima von bis zu -22°C sowie Tageshöchstwerte von zeitweise deutlich unter -10°C (-14,6°C am 01.01.97) absackten. Vergleichbare Tagesmittelwert-Berechnungen aus Schlickelde existieren aus diesem Zeitraum jedoch leider keine.

 

 


 

 

“Daisy” blieb lahme Ente

 

[11. Januar 2010]

 

Während besonders der Nordosten des Bundesgebietes in den vergangenen 48 Stunden vielerorts im heftigsten Schneesturm seit Jahrzehnten versank, erwies sich Unwettertief “Daisy” im Mettinger Land erwartungsgemäß eher als “lahme Ente”. Zwar sorgten Spitzenböen bis 46,1 km/h gestern und vor allem vorgestern besonders auf weitläufig freien Flächen für teils erhebliche Schneeverwehungen und so manch unklaren Straßenverlauf. Die Neuschneemengen blieben jedoch im Bereich einiger weniger Zentimeter und verhinderten somit Schlimmeres. Durch zum Teil unnötig überzogene “Panikmache” der Medien im Vorfeld passten die Autofahrer zudem ihre Fahrweise meist rasch den schwierigeren Bedingungen an.

 

 

 


 

 

284 Stunden Dauerfrost

 

[11. Januar 2010]

 

Reifginster02Das “Plus”, da ist es wieder! Erstmals seit den frühen Morgenstunden des 30.12. und damit auch zum ersten Mal im neuen Wetterjahr stieg die Messwertkurve der offziellen Schlickelder Lufttemperatur (2 Meter Messhöhe) in der vergangenen Nacht nach insgesamt 284 Stunden und drei Minuten Dauerfrost am Stück wieder zaghaft ins Plus, genauer ... 0,2°C ins Plus. Und bei diesem frühen Tageshöchstwert blieb es dann auch, denn bereits wenig später ging´s schon wieder abwärts in den Frostbereich. Neuer Rekord? Keineswegs, denn diesen hält noch immer unangefochten der Winter 1996/1997 mit insgesamt 22 Tagen (21.12.-11.01.) unter Null. (Foto: Dick bereifter Ginsterstrauch am Gipfel der Ibbenbürener Rudolfshalde in ca. 200 m Höhe ü. NN)

 

 

 

 

 


 

 

15 Jahre Mettinger Wetter

 

[09. Januar 2010]

 

“Bedeckt, zeitweise Regen, Eisregen” ... so steht es geschrieben im Wettertagebuch unter dem Datum des 9. Januar. Gemeint ist jedoch nicht etwa der heutige 09.01., sondern der 09.01.1995. Genau an diesem Tag begannen die Wetterbeobachtungs-Aufzeichnungen in Mettingen-Schlickelde, die bis heute lückenlos weitergeführt wurden. 15 Jahre Mettinger Wetter ... morgens bis abends, Tag für Tag, jahrein jahraus. Fielen die Notizen damals zu Beginn zunächst noch sehr kurz und eher unpräzise aus, weitete sich der Umfang der personellen Augenbeobachtungen (und nur diese sind hier gemeint) Jahr für Jahr weiter aus. So hieß es genau fünf Jahre später bereits:

 

“Bis mittags leicht bewölkt bis wolkenlos (mittelhohe Schicht, vor allem im Osten, Stratus), morgens Reif. Mittags plötzlich Stratus-Aufzug und recht dichter Nebel. Dann nachmittags wechselnd wolkig bis bedeckt (hauptsächlich Hochnebel) und dunstig bis neblig. Kaum Wind. Am Abend Nebel.”

 

Und der Umfang der Beobachtungen zum 9. Januar des vergangenen Jahres würde hier bereits fast den Rahmen sprengen. Strahlender Sonnenschein am Tag Ihrer Hochzeit? Dauerregen am Geburtstag Ihres Kindes? Bollerwagenwetter am 1. Mai 1995? ... Fragen über Fragen. Antworten bekommen Sie hier.

 

 

 


 

 

Rückschau: Das Weihnachtswetter 2009

 

[06. Januar 2010]

 

Während viele Mettinger sich in diesen Tagen vermutlich bereits ihres mehr oder weniger schön geschmückten “Weihnachtsgehölzes” entledigen, wirft die Wetterstation Mettingen-Schlickelde an dieser Stelle für die Statistik nochmals kurz einen Blick über die Schulter: Weihnachten 2009 ... wie war das eigentlich in Mettingen? Grün oder weiß, sonnig-mild oder nasskalt? Im gerade erst geschlossenen Schlickelder Wettertagebuch 2009 ist folgendes für die mehr oder minder interessierte Nachwelt festgehalten:

 

Heiligabend

 

Bis Mittag bei hohen Schleier- und Schichtwolken meist wolkig, teils auch heiter und frostig-kalt. Mittags dann zusätzlich mittelhohe Felder und meist wolkig. Am frühen Nachmittag bei mittelhohen Schichtwolken zunächst wolkig, später auch stark bewölkt. Tauwetter bei teils über +2°C! Trotzdem auf den meisten Flächen (Gärten, Felder) noch weitgehend geschlossene Schneedecke. Um 16 Uhr fast bedeckt, um 17 Uhr stark bewölkt (mittelhohe Schichtfelder). Nachfolgend am frühen Abend schon bedeckt. Auch am späten Abend weiterhin bedeckt und nach etwa 1 Uhr nachts dann leichtes Nieseln einsetzend, welches nachfolgend in leichten Regen übergeht (4 Uhr). Tiefsttemperatur: -6,5°C / Höchsttemperatur: +2,3°C / Niederschlag: 0,0 mm

 

1. Weihnachtstag

 

Nachts länger andauernder Regen. Morgens bei bedecktem Himmel dann länger trocken und zwischen 8 und 9 Uhr plötzlich unter schneller, kräftiger Windzunahme (61,6 km/h) rasanter Temperaturschub von 1,3 auf 4,4°C innerhalb weniger Minuten. Zwischen 10 und 11 Uhr fast ebenso rasch wieder Absturz auf etwas über 1°C. Mittags und nachmittags weiterhin bedeckt, stark windig, kräftiges Tauwetter bei steigenden Temperaturen und ab Nachmittag länger andauernder, teils kräftiger Regen. Gegen Abend allmählich Abtrocknung und im weiteren Verlauf auch vorübergehender Aufriss bzw. Auflockerungen. Meist aber bedeckt und weiter sehr windig! Schneelage um 20 Uhr: Nur noch Reste. Tiefsttemperatur: 0,5°C / Höchsttemperatur: 4,4°C / Niederschlag: 11,6 mm

 

2. Weihnachtstag

 

Morgens früh zunächst bei mittelhohen und tieferen Wolkenfeldern zum Teil noch wolkig bis stark bewölkt. Vormittags schon teils heiter bis leicht bewölkt und ab Mittag dann durchgehend wolkenlos bis leicht bewölkt bei deutlich milderen Temperaturen als bisher! Sehr gutes Spaziergang-Wetter bei allerdings unangenehm kaltem Wind. Abends meist wolkenlos oder fast wolkenlos, zeitweise aber auch stärkere Wolkenfelder. Nur noch winzigste Schneerestchen an wenigen Stellen. Tiefsttemperatur: 1,9°C / Höchsttemperatur: 7,3°C / Niederschlag: 0,8 mm

 

 

Doch genug der vielen Worte ... Lasst Bilder sprechen: Weihnachtszeitraffer Wettercam (auch in High Quality, 54,5 MB)

 

 

 

 


 

 

Schlickelde wird “eingewintert”

 

[02. / 03. Januar 2010]

 

Nach den Schneefällen der vergangenen Tage, die das Mettinger Land nach einer nur kurzen “grünen” Phase zwischen Weihnachten und Silvester erneut in ein kleines Wintermärchen verwandelt hatten, sorgten länger andauernde Schneefälle in den heutigen Abendstunden für eine regelrechte “Einwinterung” Schlickeldes. Ergab die Schneehöhenmessung um 20 Uhr noch einen Wert von etwa 8 Zentimetern, so verschwand die Messlatte um 23.30 Uhr bereits satte 13 bis 14 Teilstriche in der extrem luftig-lockeren Pulverschicht. Schon jetzt könnte der Winter 2009/2010 als einer der “winterlichsten” überhaupt in die Geschichte der Station eingehen. Ein durchgreifendes Ende des derzeitigen Witterungscharakters Tanne+ist nämlich selbst bis zum Ende des Vorhersagezeitraumes bislang nicht in Sicht. Vielmehr besteht in den kommenden Tagen zunehmend die Gefahr nächtlichen Aufklarens, so das weiterhin Dauerfrost und teils strenge Nachtfröste zu erwarten sind.

 

 

Update 03.01.10: Schlickelde ... ein Wintermärchen! Nach den Schneefällen des gestrigen Abends und der vergangenen Nacht, präsentierte sich das Mettinger Land heute unter 13 bis 16 Zentimetern Schnee als perfekte Winterlandschaft und lud bei zeitweiligem Sonnenschein und nachmittäglichen Höchstwerten bis -3,5°C zu einem sonntäglichen Foto- oder Videostreifzug ein. Ein kleiner Film mit einigen Impressionen von heute ist hier zu sehen.

 

 

 

 


 

 

Neues Jahr, neues Design

 

[01. Januar 2010]

 

Alle Texte formatiert, alle Links neu geknüpft ... Pünktlich zum Start in ein neues Wetterjahr präsentiert sich die Webseite der Wetterstation Mettingen-Schlickelde heute zum ersten Mal im neuen, überarbeiteten Outfit. Sowohl Seitennavigation als auch Design wurden heutigen Verhältnissen angepasst, klarer strukturiert und vereinfacht. Sollte es hier und da evtl. noch den einen oder anderen kleinen Fehler geben, so bitte ich um Nachsicht. Was noch nicht passt, wird passend gemacht!

 

Damit wünsche ich dem ganzen Leserkreis nun ein frohes, gesundes und erfolgreiches neues (Wetter-) Jahr 2010 und bedanke mich recht herzlich für das große Interesse an den Inhalten dieser Seiten in den vergangenen 365 Tagen. Knapp 90.000 Seitenaufrufe, fast 25.000 Einzelbesucher sowie unzählige Mails und Anfragen sprechen eine klare Sprache. Vielen Dank!

 

Andre Hergemöller

 

 


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