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Windhose deckte zwei Scheunendächer ab

Hopsten. Große Schäden richtete gestern nachmittag gegen 15.30 Uhr eine Windhose in Hopsten an. Die ausHopsten 1 (IVZ) Richtung Recker Straße kommende Windhose riss einige Obstbäume um und deckte dann eine Getreidescheune beim Landwirt Klemens Loose ab. "Wir waren gerade mit unserer Arbeit in der Scheune fertig, als es einen ungeheuren Schlag gab und die Dachziegel auf beiden Seiten der Scheune übereinander gestapelt und teilweise abgedeckt wurden", so Doris Loose. "Dachsparren wurden von der gewaltigen Kraft des Wirbelsturms zerbrochen und verbogen. Es ist schon ein Glück, dass unsere Kinder nicht auf dem Hof waren, denn ihr Kletterturm befindet sich direkt vor dem zerstörten Dach." Das in der Scheune gelagerte Korn wurde zum Teil durch den anschließenden Gewitterregen nass. Mit Nachbarschaftshilfe konnte es aber inzwischen zum Trocknen umgelagert werden. Das Scheunendach wurde erst einmal mit Planen notdürftig abgedichtet. Dies Unglück traf Familie Loose nicht zum ersten Mal. "Vor fünf Jahren, am zweiten Weihnachtstag, hat schon einmal eine Windhose den anderen Teil des Scheunendaches abgedeckt", so Änne Loose, damals habe kein Familienmitglied etwas gemerkt. "Als wir Hopsten 2 (IVZ)morgens aufstanden entdeckten wir dann die Bescherung." Doch nicht nur Familie Loose musste am Mittwoch unter den Naturgewalten leiden. Der Wirbelsturm zog weiter und richtete auch beim Landwirt Stegemann erheblichen Schaden an. Auch dort wurde ein Teil eines Scheunendaches abgedeckt und die Balken wie Streichhölzer auf die Recker Straße geworfen. "Ein Glück, dass gerade kein Autofahrer die Recker Straße passierte, dann hätte es mit Sicherheit Verletzte gegeben", meinte Ute Stegemann. Obwohl die betroffenen Anlieger der Recker Straße den Wirbelsturm am Mittwoch nachmittag gehört und die Auswirkungen gespürt haben, hat keiner die Windhose (Trombe) selbst beobachtet. Eine Windhose (es gibt auch Sand- und Wasserhosen) bildet sich, wie auch gestern, vornehmlich bei Gewitterlagen, wenn Kaltfronten in heiße Luft einbrechen, von heftigen Höhenwinden begleitet. Dann greift aus der Unterfläche der Gewitterwolke ein rüsselartiger Wolkenschlauch bis in Bodennähe herab, dessen drehende Bewegung sich als Windhose auswirkt. Der innere Durchmesser des Wirbels kann 20 bis 400 Meter betragen und eine Lebensdauer von einer Minute bis zu einer Stunde besitzen. Die mit der erzeugenden Gewitterwolke wandernde Trombe kann Menschen, Tiere, Hausdächer in die Luft reißen und forttragen.

(Original-Artikel "Ibbenbürener Volkszeitung" vom 25.08.1995)

 


 

Sturmböe entwurzelte über zwanzig Bäume

Schale 1 (IVZ)Schale. Während eines heftigen Gewitters mit Hagel am Mittwoch nachmittag entwickelte sich in Schale in den Gebieten Wiemerslage, Frerener Straße, Mersch und Naturschutzgebiet Fledder eine gewaltige Sturmböe, der mindestens 25 Eichen und Pappeln zum Opfer fielen. Zum Glück wurde niemand verletzt, dabei hätte es auch anders ausgehen können: Wie Gustav Mersch, der in der gleichnamigen Bauerschaft wohnt, berichtet, habe er zwischen dem Hagelschauer plötzlich ein gewaltiges Brausen in der Luft vernommen. Aus Sorge um seinen Trecker, der unter zwei großen Eichen, von mehr als einem Meter Durchmesser, stand, fuhr er diesen in die Scheune. Kaum im Haus, seien die zwei Eichen mit gewaltigem Getöse und Krachen auf die beiden Scheunen des Hofes gefallen. "Nicht auszudenken, wenn mein Sohn noch im Trecker gesessen hätte", sagt Gersine Mersch. Zum Glück standen auch die Bullen im hinteren Teil der Scheune, wo das Dach unversehrt blieb, so dass den Tieren nichts passierte. Im vorderen Teil der Scheune wurden jedoch Geräte und Maschinen durch das einstürzende Dach beschädigt. Eine zweite kleinere Scheune wurde zu einem Viertel zerstört und am benachbarten Heuerhaus fielen ebenfalls einige Eichen um, zudem wurde im Wald eine tiefe Schneise gebrochen. Die mächtige Pappelreihe im Naturschutzgebiet Fledder, die der Familie Mersch gehört, fiel dem Sturm gänzlich zum Opfer. "Zum Glück wurde niemand verletzt, das ist bei allem Unglück die Hauptsache", so Familie Mersch. Den Sachschaden könne man ersetzen. In der Nachbarschaft bei Familie Fuhrmann fielen vier Eichen neben dem Haus um, und auch bei Familie Eggert entstand einiger Schaden durch die Sturmböe. Im Dorf selbst hatte niemand etwas von dem Sturm bemerkt.

(Original-Artikel "Ibbenbürener Volkszeitung" vom 26.08.1995, Samstag)

 


 

Falls Sie weiteres Material (Fotos, Zeitungsartikel, Augenzeugenberichte) zum Tornado von Hopsten besitzen, melden Sie sich bitte bei mir.

 


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