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Der Standort der Wetterstation liegt in Schlickelde, einer Bauerschaft der 12.300 Seelen-Gemeinde Mettingen am nördlichen Rand des Münsterlandes. Die Gemeinde Mettingen, Ursprungsort der bekannten Bekleidungsmarke "C&A-Brenninkmeier" und Heimat des Tiefkühlkost-Herstellers "Coppenrath & Wiese", erstreckt sich zwischen 52° 16´ 7´´ und 52° 22´ 9´´ nördlicher Breite sowie 7° 44´ 0´´ und 7° 49´ 1´´ östlicher Länge. Der Ort liegt etwa 20 Kilometer westnordwestlich von Osnabrück im nordöstlichen Teil des Kreises Steinfurt und gehört somit zum Regierungsbezirk Münster und zum Land Nordrhein-Westfalen. (Klick auf die Karte)
Mettingen gehört zum “Tecklenburger Land”, auch bekannt als “Balkon des Münsterlandes”, das zwischen den hügeligen, landschaftlich reizvollen Ausläufern des Wiehengebirges und des Teutoburger Waldes gelegen ist. Seine nördlichen Gebiete liegen somit am Beginn des norddeutschen Flachlandes.
Der Naturraum Mettingens lässt sich grob in drei Hauptlandschaften gliedern:
Im Norden das an Niedersachsen grenzende Gebiet der Voltlager Moore (Recker Moor, Mettinger Moor)
- Die Mettinger Fußfläche, als Kernstück der Gemeinde mit der Ortslage
- Im Süden das Gebiet des Schafberges, das sowohl geologisch als auch wirtschaftlich von Bedeutung ist (Steinkohle-Bergbau).
Bei letzterem handelt es sich um eine Karbonscholle mit Höhen zwischen 80 und 175 Metern. Das sich daran nördlich anschließende Mettinger Vorland besteht aus Zechstein und Buntsandsteininseln. Der Standort der Wetterstation liegt nur wenige Kilometer nördlich der fast 100 Meter hohen Geländestufe zwischen der Ibbenbürener Karbonscholle (Schafberg) im Süden und dem Norddeutschen Tiefland im Norden, in einer Meereshöhe von 56,4 m ü. NN. (Klick auf die Karte oben)
Die Messanlage steht auf einem 10 x 14 Meter großen, mit kurzgeschnittenem Gras bewachsenen Messfeld inmitten eines locker bebauten Wohngebietes zwischen Schlickelde und der Siedlung Priestertum. Die Gras- bzw. Rasenfläche des Messfeldes wird grundsätzlich nicht künstlich bewässert, so dass sich über den Vegetationszustand, beispielsweise anhand des Grades der Vergilbung und Austrocknung im Sommerhalbjahr, zusätzlich Rückschlüsse über den Witterungsverlauf der vergangenen Zeit ziehen lassen. Außerdem würde sich eine Beregnung störend auf die Messwerte, speziell der Temperatur am Erdboden und der Luftfeuchte, auswirken.
Das Messfeld selbst ist von einem Tannenfeld umgeben, wobei die Bäume im Nahbereich der Wetterstation etwa ein bis zwei, in größerer Entfernung in Einzelfällen bis maximal vier oder fünf Meter hoch sind. Es wurde jedoch darauf geachtet, dass die Mindestabstandsforderung der doppelten Hindernishöhe von den Niederschlagsmessgeräten der Station eingehalten wird und dies auch in Zukunft so bleibt. Außerdem hat der umliegende Bewuchs eine positive, abschirmende Wirkung auf hohe Windgeschwindigkeiten in Höhe der Auffangöffnungen der Geräte, so dass diesbezügliche Niederschlags-Messfehler reduziert werden.
Einen nachteiligen Einfluss hat die angrenzende Bebauung sowie höhere Bäume im weiteren Stationsumfeld allerdings auf die Windmessung. Zwar wurde der Windgeschwindigkeitsgeber aus diesem Grund an der Spitze eines knapp 11 Meter hohen Mastes etwas höher positioniert, als dies im amtlichen Messnetz üblich ist (10 Meter). Ein Restfehler lässt sich aufgrund der vorgegebenen örtlichen Einschränkungen aber leider nicht absolut ausschließen.
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